ASlles Kopfsache: Borussia Mönchengladbach steckt in der Krise.

Kabinenpredigt : Alles Kopfsache: Blockaden lösen!

Eine Niederlage gegen den FC Bayern muss man immer einkalkulieren. Aber selbst aus einer Pleite gegen den Rekordmeister kann man Positives ziehen – wenn man couragiert auftritt, mutig nach vorne spielt und keinen Respekt zeigt.

All’ dies ließ Borussia am Samstagabend vermissen, und deswegen war die 1:5-Klatsche auch in der Höhe verdient... zumal sie noch höher hätte ausfallen können. Und genau das muss nun die Alarmglocken rund um den Borussia-Park so laut schrillen lassen wie seit der vergangenen Saison nicht mehr, als die Gladbacher in der Rückserie gleich eine ganze Reihe an blutleeren Auftritten zeigte.

Diese Zeiten schienen passé, doch jetzt, nach drei Niederlagen aus den jüngsten vier Spielen und einer Bilanz von 2:11 Toren (zehn Gegentore im Borussia-Park!), ist es an der Zeit, die Notbremse zu ziehen – beziehungsweise die Blockade im Kopf zu lösen. Das Fußballspielen dürften die Fohlen binnen eines Monats, nachdem sie Anfang Februar auf Schalke noch im Stile einer Spitzenmannschaft mit 2:0 gewonnen hatten, nämlich nicht verlernt haben. Doch die beiden 0:3-Niederlagen gegen Hertha und Wolfsburg, bei denen Gladbach klarste Torchancen vergab, scheinen sich in den Köpfen festgesetzt zu haben. Alles Kopfsache. Was also tun?

Dass Handlungsbedarf besteht, steht außer Zweifel; ein „Weiter so“ könnte die Teilnahme am internationalen Geschäft in der kommenden Saison, die bis vor vier Wochen noch fest gebucht schien, gefährden. Trainer Dieter Hecking ist nun als Mental-Coach gefragt, die Führungsspieler als Leitfiguren, und die Fans als lautstarke Unterstützer.

Mit Mainz, Freiburg und Düsseldorf kommen nun drei Gegner, die Borussia schlagen kann... oder muss, soll die Euphorie der Hinrunde nicht einem Katzenjammer in der Rückrunde weichen.

(StadtSpiegel)