: Bachelor Borussia: Gladbach holt Rose

: Bachelor Borussia: Gladbach holt Rose

Der Kampf um Europa, der neue Trainer, der Weggang von Thorgan Hazard: Kaum ein Tag vergeht ohne Schlagzeile rund um Borussia Mönchengladbach. Im Fokus zwei Fragen: Wo und wie spielen die Fohlen in der kommenden Saison?

Auf die Frage nach dem „Wo“ gibt es am Ende der Saison drei mögliche Antworten: Champions League, Europa League – oder „nur“ Bundesliga. Das Team und Trainer Dieter Hecking möchten erklärtermaßen einen internationalen Wettbewerb erreichen; der Abstand zu den ersten vier Champions League-Plätzen beträgt nun aber schon vier Zähler, und die Tendenz der vergangenen acht Spiele zeigt nach unten. Der Vorsprung auf Rang sieben, der nicht mehr zur Teilnahme am europäischen Wettbewerb berechtigt, ist auf vier Zähler geschrumpft.

Auch im fernen Salzburg wird ganz genau verfolgt, wie Gladbach den Saison-Schlussspurt meistern wird. Marco Rose, der mit RB Salzburg kurz vor dem Gewinn seiner zweiten Meisterschaft steht, übernimmt Borussia ab 1. Juli und laut Vertrag bis Ende der Saison 2021/22. Sein Salzburger Trainer-Team Rene Maric (Co-Trainer), Alexander Zickler (Stürmer-Coach) und Patrick Eibenberger (Athletiktrainer) bringt er mit an den Rhein.

Gladbachs Manager Max Eberl ist so überzeugt von Rose, dass ihm die Unterschrift des 42-Jährigen eine Ablösesumme von 3 Millionen Euro wert war. Und, trotz laufenden Vertrags, eine vorzeitige Trennung von Dieter Hecking. „Dieter Hecking war der richtige Trainer im richtigen Moment. Aber ich sehe in Marco Rose jemanden, mit dem wir einen anderen Schritt gehen können. Ich weiß, dass ich einen komfortablen Weg verlasse, möchte aber Dinge machen, von denen ich hundertprozentig überzeugt bin – ohne zu wissen, was die Zukunft bringt“, sagte Eberl bei einer Pressekonferenz.

Wie Roses Team in der kommenden Saison aussehen wird, steht noch nicht fest. Als sicher gilt jedoch, dass Thorgan Hazard dann nicht mehr zum Gladbacher Kader gehören wird. Der belgische Nationalspieler soll zu Borussia Dortmund und seinem früheren Mentor Lucien Favre wechseln, als Ablösesumme sind rund 40 Millionen Euro im Gespräch.

Noch sind Roses Ankunft, Hazards Abgang und alle anderen Nebengeräusche nur Zukunftsmusik; im Hier und Jetzt will Gladbach in den verbleibenden fünf Spielen die notwendigen Punkte für Europa sammeln. Die Unterstützung der Fans wird da sein: Die letzten drei Heimspiele gegen Leipzig, Hoffenheim und Dortmund sind ausverkauft.