: Fan-Abo Familienanschluss

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Nicht nur wir Gladbacher lieben sie. Die Borussia ist auf Platz drei der Lieblingsvereine der Bundesliga, und das, weil auch anderswo etliche Herzen für den Verein schlagen. Das von Frank Laurini zum Beispiel...

Er lebt seit vielen Jahren in Düsseldorf, wo er unter anderem eine Sportsbar und einen Ticket-Shop betreibt. Aber beim Spiel gegen die Fortuna hat Frank Laurini– „natürlich!“, wenn auch in dem Fall leider erfolglos – seinem Verein die Daumen gedrückt, der Borussia.

Dabei ist er nicht mal aus Gladbach. „Ich bin im Raum Aachen aufgewachsen und die Borussia war nur 30 Minuten entfernt“, erklärt er. „Als Kind der Siebziger haben mich die Erfolge dieser Jahre begeistert. So bin ich schon früh zur Borussia gekommen.“

In guten wie in schlechten Zeiten, bei Sonne wie bei Regen – Frank ist dabei. „Ich bin bei fast allen Heimspielen im Stadion, vielleicht verpasse ich zwei Spiele in der laufenden Saison durch Urlaub oder Krankheit. Im Europapokal seh ich mir gern auch die Auswärtsspiele an. In Florenz und Rom war es wunderbar. In der Bundesliga bin ich drei bis viermal auswärts im Stadion.“

Doch warum ausgerechnet Borussia? Was hat der Verein, das andere nicht haben? „Bei der Borussia herrscht immer eine familiäre Stimmung, sowohl innerhalb des Vereins als auch im Miteinander der Fans. Ich kann mich nicht an Ausschreitungen in den letzten Jahren erinnern. Das ist schön!“

Dauerkarten hat der Wahl-Düsseldorfer natürlich auch. „Im Block 20, das ist auf der Haupttribüne zur Nordseite hin. Man spürt die Stimmung der Fanseite, aber ist nicht mittendrin, was mit Kindern ganz angenehm ist.“

Und hier kommt Sohn Marius ins Spiel. Der 16-Jährige ist vom Tag seiner Geburt an beim Jünter-Club angemeldet, war in seiner Kindheit ganz oft beim Jüntertag und geht heute mit Freunden und seinem Vater ins Stadion.

Zuhause bei den Laurinis steckt die Fanliebe im Detail. „Wir haben eine Borussia-Uhr in der Küche hängen, eine Wolldecke, Kleinkram wie Salz- und Pfefferstreuer. Und wir kaufen jede Saison ein neues Trikot. Besonders stolz bin ich auf ein Borussia-Gemälde, das eine Künstlerin gemalt hat, eine Raute bestückt mit alten Fotos von Günther Netzer, Jupp Heynckes und Berti Vogts. Mein Sohn ist stolz, Original-Torwarthandschuhe von seinem Idol ter Stegen zu besitzen.“

Lieblingsspieler hat Frank natürlich auch. „Früher waren es schon die großen Helden aus der Jahrhundertelf wie Jupp Heynckes, Berti Voigts, Rainer Bonhof, Wolfgang Kleff, aber auch eher Spieler im Hintergrund wie Hacki Wimmer. In den Achtziger Jahren sicher auch Hans-Günther Bruns und Harald Nickel, der die Elfer aus dem Stand geschossen hat. Heute sind es Tony Jantschke und auch Patrick Herrmann – hauptsächlich Borussia-Eigengewächse beziehungsweise Spieler, die der Borussia lange treu bleiben. Ich bin aber auch stolz, dass Lothar Matthäus, Stefan Effenberg, Günther Netzer, Marco Reuss und Marc-André ter Stegen Borussen waren.“

Die besten Borussen-Trainer waren Franks Meinung nach Hennes Weisweiler und Udo Lattek. „Sie führten die Borussia zu den einzigen Bundesliga-Meisterschaften. Aber man muss auch Jupp Heynckes dazuzählen, auch wenn er als Borussia-Trainer nicht viel Erfolg hatte. Es war eine schwierige Zeit...“

Apropos: Auch aktuell läuft es nicht gerade rund – aber der Borussia den Rücken kehren? Nicht mit Frank. „Klar, man ist immer mal wieder enttäuscht, so wie im Moment. Aber von ’die Nase voll haben’ kann man nicht reden.“

Was er sich für diese Saison noch wünschen würde? „Sicherlich die Champions League, das wäre eine tolle Sache mit vielen schönen Spielen!“