Kabinenpredigt: Weiter in der Selbstfindungsphase

Kabinenpredigt : Weiter in der Selbstfindungsphase

Aus der „Goldenen Woche“, die ich an dieser Stelle vor einer Woche ausgerufen hatte, ist immerhin noch eine silberne geworden. Im Idealfall zwei Siege in der Liga und ein erfolgreicher Start ins europäische Geschäft hätten es werden können, doch das 0:4 im ersten Euro League-Heimspiel gegen Wolfsberg entpuppte sich als echter Stimmungskiller.

Dass Trainer Marco Rose neben der Stil- nicht auch noch eine Ergebniskrise zu moderieren hat, verdankt er einer Leistungssteigerung gegen Fortuna in der zweiten Halbzeit, dem Doppeltorschützen Marcus Thuram und einer Gastmannschaft, die es nicht verstand, ihre Chancen effektiv zu nutzen. Gleichzeitig entledigten sich die Borussen ihres Heimfluchs, ansonsten wäre die sieglose Serie im Borussia-Park auf zwölf Spiele angewachsen.

Dass Rose und sein Trainerteam vorläufig weiter in Ruhe arbeiten können, weil die Punkteausbeute stimmt, ist in dieser Phase, in der die „neue“ Borussia noch auf der Suche nach sich selbst ist, wichtig. Gleichwohl dürfen solche Aussetzer wie gegen Wolfsberg nicht noch einmal passieren, denn diese Klatsche war nicht dem neuen System, sondern der mangelnden Einstellung geschuldet. Kommende Woche in Istanbul und auswärts in Hoffenheim kann es Gladbach besser machen.

Sie sind anderer Meinung? Diskutieren Sie mit – auf www.facebook.com/MeineWoche/ oder leserbriefe@report-anzeigenblatt.de