1. med:extra

Ev. Krankenhaus Bethesda - Arzt und Klinik vernetzt

Evangelisches Krankenhaus Bethesda : Arzt und Klinik vernetzt

Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Fehlbildungen von Herz und Gefäßen – Herzerkrankungen sind zusammengenommen die häufigste Todesursache in Deutschland. Allein die Herzrhythmusstörung „Vorhofflimmern“ betrifft rund 2,5 Prozent der Deutschen. Die gute Nachricht: Obwohl immer mehr Menschen aufgrund von Herzerkrankungen in Krankenhäusern behandelt werden müssen, ist die Zahl derer, die daran sterben, rückläufig.

Das liegt zum einen an den immer besseren Therapiemöglichkeiten und technischen Innovationen, zum Beispiel bei Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillator-Systemen. Zum anderen kommt den Herz-Patienten die in den letzten Jahren stark erweiterte und optimierte Vernetzung zwischen Krankenhausbehandlung und ambulanter kardiologischer Therapie zugute. Die Patienten profitieren dabei sowohl von kurzen Informationswegen als auch von der interdisziplinären Behandlung.

Herzschrittmacher Foto: Andreas Baum

Ein Beispiel: Ein Patient wird nach einem Herzinfarkt im Krankenhaus akut behandelt und geht anschließend zur Nachversorgung in eine kardiologische Praxis. Wenn er zuvor schon bei einem Kardiologen behandelt wurde, wird er wahrscheinlich nach seiner Entlassung dort anrufen, einen Termin vereinbaren und mit dem Krankenhausbericht in die Sprechstunde gehen. Möglicherweise muss er sich aber auch erst einen Kardiologen suchen und einen Termin bekommen. Im Idealfall ist sein behandelnder Arzt mit dem Krankenhaus vernetzt und der Patient kann nahtlos und optimal weiterbehandelt werden. Noch aus der Klinik kann dann für den Patienten ein Termin ausgemacht werden, und wenn er in der Praxis erscheint, sind bereits alle relevanten Unterlagen (Arztbrief, Herzkatheterprotokoll etc.) in der elektronischen Patientenakte für den ambulant behandelnden Kardiologen vorbereitet. Doch auch umgekehrt funktioniert dieses System. Kommt ein Patient aus der Praxis in das Krankenhaus, mit dem der Arzt vernetzt ist, können die Informationen aus der Praxis abgerufen werden.

Das Herz immer in guten Händen

Foto: pixabay

Kardiologische Abteilung im Bethesda arbeitet Hand in Hand mit Praxis

Corona hin oder her – einen Herzinfarkt oder andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollte man nie auf die leichte Schulter nehmen. In der seit 2013 bestehenden Kardiologischen Abteilung des Johanniter-Krankenhauses Bethesda sind Herzpatienten nicht nur „corona-sicher“, sondern generell besonders gut aufgehoben. Das liegt an einem in NRW wohl einzigartigen Konzept. Denn die Spezialabteilung für Kardiologie arbeitet Hand in Hand mit der angeschlossenen Gemeinschaftspraxis für Kardiologie und Pneumologie der Fachärzte Stoepel, Pothoff, Bolzenius, Homberg, Montino, und Lickfett. Die Kardiologen ergänzen sich nicht nur fachlich optimal und leiten Patienten je nach kardiologischer Erkrankung intern zum jeweils spezialisierten Kollegen, sie rotieren auch zwischen Krankenhaus und Praxis, um ihre Patienten bestmöglich zu begleiten.

„Time is muscle – deshalb haben wir 24/7-Bereitschaft.“

Dr. med. Carsten Stoepel

Schwerpunkt dieser „Symbiose“ ist die Diagnostik und Therapie von Herzerkrankungen, wie etwa der Herzinsuffizienz. Nicht-invasive Verfahren wie EKG und Echokardiographie werden ebenso durchgeführt wie invasive, insbesondere Herzkatheteruntersuchungen (rund 2 200 im Jahr), elektrophysiologische Untersuchungen (etwa 300 pro Jahr) und die Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren (ca. 240 im Jahr). Seit 2015 verfügt das Bethesda auch über eine von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifizierte Chest Pain Unit (Brustschmerzeinheit). Das hört sich nach viel Erfahrung an. Ist es auch, sagt Dr. med. Carsten Stoepel, leitender Chefarzt der kardiologischen Abteilung und Mitinhaber der kardiologischen Gemeinschaftspraxis, selbst seit 25 Jahren in der Kardiologie. „Wir sind ein perfekt eingespieltes, langjähriges Team“, sagt er. „Und, ganz wichtig: Bei uns gehen keine Informationen verloren. Wenn ein Patient einen Herzschrittmacher bekommt, wird vorher alles genau geplant bis hin zum ersten Praxis-Termin nach dem Eingriff.“ Eine besondere Form der Patientenbetreuung biete dabei das „Telemonitoring“. „Alle im Bethesda oder in der Praxis implantierten Herzschrittmacher oder Defibrillatoren werden in ein Heimüberwachungssystem eingebunden“, erklärt Stoepel. Der Arzt erhalte so Informationen über aufgetretene Herzrhythmusereignisse, Daten des Herzschrittmachers und Parameter, über die der Arzt den allgemeinen körperlichen Zustand seines Patienten abschätzen könne. „Auch hier haben Klinik und Praxis Zugang zu den Daten, um im Falle eines Falles rasch und zielgerichtet den Patienten einbestellen zu können.“ Wichtig sei natürlich auch die persönliche Nähe, das Vertrauen. „Es gibt unseren Patienten viel Sicherheit, wenn sie bei demselben Arzt in Behandlung bleiben können.“

Ev. Krankenhaus Bethesda

Ludwig-Weber-Straße 15

41061 Mönchengladbach

Telefon: 02161/9810

info@mg.johanniterkliniken.de

www.johanniter.de/johanniter-kliniken/ev-krankenhaus-bethesda-moenchengladbach/