: Glück mit neuen Hüften

Wegen der linken Hüfte ging Irmtraut Krahnepuhl ins St. Elisabeth-Hospital. Dort stellte sich raus: Auch an die rechte Hüfte müssen die Ärzte ran. Monate später ist klar: „Nun fühle ich mich richtig gut.“

Eigentlich kam Irmtraut Krahnepuhl im Januar letzten Jahres nur zu einer Voruntersuchung ins St. Elisabeth-Hospital Meerbusch-Lank. Da sie starke Schmerzen hatte, sollte das linke Hüftgelenk gegen ein Kunstgelenk ausgetauscht werden.
Dr. Tim Claßen, der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Orthopädische Rheumatologie, untersuchte sie sorgfältig und stellte fest, dass neben dem notwendigen Ersatz der linken Hüfte auch die rechte Hüfte ein Problem bereitete.

Rechts hatte Irmtraut Krahnepuhl schon ein künstliches Hüftgelenk, aber der Schaft war locker – die Hüftpfanne saß allerdings noch fest. „Wenn der Metallschaft immer wieder gegen den Knochen schlägt, beschädigt das den Knochen. Und dies erklärt auch die starken Schmerzen, an denen Frau Krahnepuhl litt“, erläutert der Chefarzt.

War darauf nicht

vorbereitet

„Ich wollte es nicht glauben, was Dr. Claßen mir da sagte. Ich hatte zwar immer ein starkes Ziehen im rechten Oberschenkel, aber dass jetzt beide Hüftgelenke ausgewechselt werden sollten, darauf war ich nicht vorbereitet“, erzählt die 79-Jährige. Zudem musste sie für die Krankenhaus-Aufenthalte einen Kurzzeit-Pflegeplatz für ihren kranken Mann finden.

Im März startete dann die erste Operation und das linke, noch eigene, Hüftgelenk, wurde durch ein Kunstgelenk ersetzt. „Diese Auswechslung ist für den Patienten deutlich leichter“, wie Tim Claßen erklärte. Und so war es auch. Nach einer Woche Krankenhaus-Aufenthalt kam Irmtraut Krahnepuhl wieder nach Hause und besuchte eine ambulante Reha.

Abbruch der Reha

Jetzt zeigte sich aber, dass die rechte Hüfte die Kräftigungsübungen der Reha nicht mitmachen wollte – und die 79-Jährige brach wegen der starken Schmerzen auf dieser Seite nun die Reha ab. „Es ist verständlich, dass es nun rechts schmerzte, denn nach einer Operation wird die ‚gesunde Seite‘ stärker belastet. Und die war ja bei der Patientin schon stark geschädigt“, so Tim Claßen.

Nachdem sie erneut einen Platz für die Kurzzeit-Pflege für ihren Mann gefunden hatte, wagte sie im August die zweite Operation. Dieser Hüftgelenk-Wechsel auf der rechten Seite erforderte einen etwas längeren Krankenhaus-Aufenthalt, den Irmtraut Krahnepuhl aber mit Optimismus meisterte. Dreimal pro Woche ging sie anschließend in die ambulante Reha, dieses Mal nicht mehr durch Schmerzen im anderen Hüftgelenk eingeschränkt.

Zu Fuß nach

Hause gegangen

„In der vierten Reha-Woche bin ich nach der Behandlung schon wieder zu Fuß nach Hause gegangen. Langsam zwar, aber ich bin nicht mehr mit dem Krankentransport gefahren“, erzählt sie. Brav hielt sie sich an die Aussage von Tim Claßen: „Das Bein kann so stark belastet werden, wie es die Beschwerden zulassen.“

„Zwei Operationen innerhalb so kurzer Zeit fordern einen Patienten schon sehr“, macht der Chefarzt klar. Er ist mit seiner Patientin aber zufrieden. „Frau Krahnepuhl hat die beiden Eingriffe gut überstanden – und es geht ihr jetzt gut. Damit haben wir das gemeinsame Ziel erreicht.“

„Ich habe jetzt keine Schmerzen in den Hüften mehr und bin heilfroh, dass ich mich hier im Krankenhaus in Meerbusch habe behandeln lassen. Auch wenn ich eine alte Frau bin und alles nicht mehr so schnell geht, möchte ich doch schmerzfrei sein. Nun fühle ich mich richtig gut. Alles ist nun so, wie man sich das wünscht“, lacht Irmtraut Krahnepuhl.