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: Ansturm auf Digitalprojekt

: Ansturm auf Digitalprojekt

Bei einem Forschungsprojekt an der Adam-Riese-Schule entwerfen die Grundschüler schon jetzt spielerisch die Häuser der Zukunft. Bei den Anmeldungen gab es sogar ein Problem: Mehr als doppelt so viele Kinder als mitmachen konnten, wollten dabei sein.

Forschung und Technik stehen aktuell im Mittelpunkt eines Projektes an der Adam-Riese-Schule in Büderich. 30 Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen setzen sich seit September mit dem Hausbau der Zukunft auseinander. Dabei lernen die Kinder, wie die Gebäude der Zukunft aussehen könnten. Dazu gehören in Zeiten des Klimawandels ein möglichst stabiles Design sowie Barrierefreiheit, um dem demografischen Wandel gerecht zu werden.

Neben dem Bau der Gebäude steht aber auch das Erlernen von Computerprogrammierung im Fokus des Projektes, das die Digitalisierungsberaterin Katrin Schwarz nach Meerbusch geholt hat. „Ich bin selbst Mutter von zwei Schülern der Adam-Riese-Schule und wollte erreichen, dass die Kinder an die sogenannten MINT-Bereiche, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, spielerisch herangeführt werden. Wir setzen dabei auf das weltweit größte Roboter- und Forschungsprojekt, die ’First Lego League Junior’, bei der die Kinder spielerisch in diese Themengebiete herangeführt werden“, so Schwarz.

Von dem Projekt an der Adam-Riese-Schule zeigt sich auch Meerbuschs Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage begeistert. So demonstrierten die Kinder auf dem Tablet selbstprogrammierte Windräder oder barrierefreies Wohnen in Altenheimen. „Es ist toll zu sehen, mit wie viel Spaß und Eifer die Schülerinnen und Schüler bei der Sache sind. Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel ist es eines der wichtigsten Themenstellungen, die wir haben“, so die Bürgermeisterin.

Ein Problem, dass auch Katrin Schwarz immer häufiger feststellt: „In meinem beruflichen Umfeld stoße ich immer stärker auf den Bedarf an geeigneten Nachwuchskräften. Mit diesem Projekt können wir den Kindern neben dem technischen Verständnis auch jede Menge Mut für Veränderungen, Kreativität, Offenheit und Teamgeist für ihre berufliche Zukunft mit auf den Weg geben“, so Schwarz.

Weltweit gibt es aktuell 11.500 „First Lego League Junior Teams“, die unter dem diesjährigen Motto „Boomtown Build“ lernen, wie Bauingenieure arbeiten und die Gebäude der Zukunft entwerfen. Am Ende der Projektarbeit stellen die Teams ihre Ergebnisse bei regionalen Ausstellungen vor – natürlich auch die Kinder der Adam-Riese-Schule. „Wir präsentieren im Januar unsere Arbeitsergebnisse auf dem Regionalwettbewerb in Wuppertal den Gutachtern und dem Publikum. Für einen besonders herausragenden Aspekt der jeweiligen Arbeiten erhält jedes Team eine individuelle Auszeichnung“, berichtet Schwarz, die neben ihrem Engagement Unterstützung von Viktoria Bujka, Lehrerin an der Adam-Riese-Schule, und dem Chemiker Dr. Matthias Albers erhält, der die Kinder coacht.

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Das Projekt, dass in Meerbusch aktuell nur an der Büdericher Adam-Riese-Schule stattfindet, soll möglichst viele Kinder ansprechen. „Da würden wir uns natürlich über weitere Schulen im Stadtgebiet freuen, die sich daran beteiligen“, so Katrin Schwarz weiter. Dazu bräuchte es „natürlich engagierte Lehrer und Eltern“. Bei dem Projekt in Büderich hatten die Organisatoren lediglich mit 25 Teilnehmern gerechnet. „Angemeldet hatten sich aber über 60 Kinder.“ Sie hätten die Teilnehmergrenze dann zwar noch auf 30 aufstocken können, „aber wer dann letztendlich drin war, das mussten wir leider auslosen“.