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Berliner Planerteam siegt mit Entwurf für Büdericher Schule

Realisierungswettbewerb für neue Grundschule in Büderich : Die Jury hat entschieden

Der von der Stadt Meerbusch im November 2022 ausgelobte EU-weite Hochbauwettbewerb für den Neubau der vierzügigen Grundschule im Süden von Büderich wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Preisgerichtssitzung fand Anfang Juni in einer historischen Industriehalle auf dem Areal Böhler statt – unweit des an der Böhlerstraße gelegenen künftigen Schulgrundstücks.

Nach ganztägiger Sitzung wählte die Jury unter Vorsitz von Prof. Christa Reicher, Architektin und Stadtplanerin aus Aachen, aus den 14 Entwürfen drei Preisträger sowie zwei Anerkennungen aus. In drei separaten Rundgängen begutachtete und bewertete das 20-köpfige Gremium aus Architekten, Freiraumplanern und Fachingenieuren, Vertretern der politischen Fraktionen und der Stadtverwaltung alle eingereichten Lösungsvorschläge.

Wichtige pädagogische und organisatorische Aspekte brachten Anne Weddeling-Wolff, stellvertretende Preisrichterin und Sprecherin der Meerbuscher Grundschulen, sowie Stephanie Pieper, Beraterin in der Jury und Leiterin der Städtischen Brüder-Grimm-Schule, ein.

Mit dem ersten Preis (58 000 Euro Preisgeld) wurde die Arbeit des Generalplanerteams pde Integrale Planung (Architektur, Tragwerk und TGA) mit Simons & Hinze Landschaftsarchitekten (beide aus Berlin) ausgezeichnet.

Gegenstand des Wettbewerbs war der Entwurf eines zeitgemäßen Schulneubaus für insgesamt 400 Schülerinnen und Schüler samt Zweifeldturnhalle für den Schul- und Vereinssport. Die Stadt Meerbusch beabsichtigt ein nachhaltiges, zukunftsweisendes Gebäude, welches nach dem „Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen“ (BNB) eine Zertifizierung nach dem Qualitätslabel „Silber“ erhalten soll. In der Grundrissplanung sind unter anderem offene Lernlandschaften als Lern-Cluster vorzusehen. Die Freianlagen sollen eine hohe Spiel- und Aufenthaltsqualität erhalten.

Der Siegerentwurf überzeugt durch Maßstäblichkeit und städtebauliche Klarheit. Den akustischen Einflüssen der Böhlerstraße wird eine Raumkante entgegengesetzt. Die Lern-Cluster sind zur ruhigen Schulhofseite orientiert, welche durch unterschiedlich proportionierte Höfe gegliedert wird. Sowohl die Positionierung des Haupteingangs mit Vorplatz zur Ruth-Niehaus-Straße wie auch die differenzierte und hochwertige Gestaltungsqualität der Freiräume überzeugten die Jury. Die Baukörper in Holz-Hybrid-Konstruktion mit Fassade aus Holz-Elementen sind nachhaltig konzipiert.

Die Verwaltung wird mit dem ersten Preisträger nun in die anstehende förmliche Verhandlungsphase eintreten, um die weiteren Planungsleistungen zeitnah beauftragen zu können.

Den mit 35 000 Euro Preisgeld dotierten zweiten Preis erhielt das Team Michel + Wolf Architekten (Stuttgart). Mit 24 000 Euro und einem dritten Preis wurde das Generalplanerteam ZRS Architekten (Berlin) ausgezeichnet. Weiter wählte das Preisgericht zwei Arbeiten als Anerkennung (je 4 000 Euro Preisgeld) aus: den Beitrag von Lorber Paul Architekten (Köln) sowie den Entwurf von Schaltraum Architekten (Hamburg).

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Mit einstimmiger Entscheidung hatte der Stadtrat am 27. Oktober 2022 die Ausrichtung des einstufigen Planungswettbewerbs beschlossen. Mit dem Wettbewerbsmanagement wurde das Büro ISR innovative Stadt- und Raumplanung GmBH in Düsseldorf beauftragt. Insgesamt 87 Planungsteams hatten sich um Teilnahme beworben, per Losziehung wurden zehn Teams ausgewählt. Weitere fünf Teams waren vorab durch die Stadt gesetzt. Die Bearbeitungsphase startete am 21. Dezember 2022, zum Abgabestichtag am 2. Mai lagen 14 Entwürfe vor. Die fachliche Vorprüfung der Beiträge endete im Mai 2023 mit der Empfehlung, alle eingereichten Arbeiten zur Jurysitzung zuzulassen.