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Büdericher Start-up AVM erhält Zutritt zum GEC im Kreis

Start-up AVM in GEC-Programm aufgenommen : Innovativ zur Windenergie

Das Start-up Adapt Vertical Mills (AVM) aus Büderich befindet sich auf dem besten Weg, den Markt für konventionelle Windkraftanlagen zu verändern. Das junge Unternehmen ist die neueste Ansiedlung im „Scaling Factory“-Programm des Global Entrepreneurship Centre (GEC) auf dem Areal Böhler in Meerbusch, das vom Rhein-Kreis Neuss unterstützt wird.

Das Innovationszentrum soll weltweit Start-ups fördern, die zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz beitragen – und bis zum Jahr 2030 bis zu 3 000 neue Jobs in die Region bringen. Jetzt unterzeichnete Andreas Theil, Gründer und Geschäftsführer von AVM, einen Vertrag mit GEC-Chef Friedrich Barth.

„Die künftigen Betreiber der kompakten und modularen Anlagen werden auch von der optimierten Zeitschiene bis zur Genehmigung profitieren. Wir betrachten dies als einen großen Vorteil für industrielle, private und öffentliche Interessenten, die sich für eine autarke und nachhaltige Energieversorgung einsetzen“, so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke bei der jüngsten GEC-Beiratssitzung. Damit könne AVM sofort eine Pole-Position bei der Gestaltung der Energiewende im Rhein-Kreis Neuss und im rheinischen Revier einnehmen.

AVM hat das Design seiner modularen Anlagen besonders kompakt und niedrig ausgelegt, um Windenergie auch in geringen Höhen gewinnen zu können. Endkunden und Kommunen, die sich bei sehr hohen Windkraftanlagen bislang eher kritisch-zurückhaltend gezeigt haben, dürften den AVM-Windmühlen erwartungsgemäß eine größere Akzeptanz entgegenbringen. Ein Vorteil ist die sehr schnelle Inbetriebnahme der Technologie, denn die kompakten Anlagen könnten auch als ergänzende Installation in bestehende Windparks integriert werden und so eine schnellere Markteinführung schaffen.

„Nicht nur die umweltfreundlichen und aerodynamischen Eigenschaften der Rotoren überzeugen in Bezug auf wirtschaftliche Vorteile wie Effizienz und Windstrom-Ertrag. Ebenso wichtig ist der Erhalt der Natur und der Schutz von Vögeln, Insekten und sogar Fischen – im Falle der vertikalen Wasserkraftmodule, die eine weitere revolutionäre Innovation in der Pipeline von AVM sind“, erklärt Friedrich Barth, Gründer und CEO des Global Entrepreneurship Centre.

Nach eingehender Prüfung der Qualifikation von AVM für die Teilnahme an der GEC-„Scaling Factory“ kann das Unternehmen nun bis zu 198 000 Euro an Sachleistungen aus dem Programm erhalten, das sich über 15 Monate erstreckt. Mit der Finanzspritze soll die technische Validierung des 1:10-Modells abgeschlossen und die konkrete Produktionsplanung für den Bau einer 1:1-Windturbine aufgenommen werden.

„Wir sind sehr dankbar, dass der Rhein-Kreis-Neuss uns mit dem Global Entrepreneurship Centre bekannt gemacht hat, nachdem wir Anfang des Jahres eine Förderung aus dem regionalen Innovationsförderprogramm INNO-RKN* des Kreises erhalten haben. Wir engagieren uns sehr für diese Region und wollen die Ziele des strukturellen und ökologischen Wandels umsetzen“, so AVM-Gründer Andreas Theil.

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Die Skalierung von Start-ups mit Fokus auf nachhaltige Technologien, Prozesse und Geschäftsmodelle steht im Mittelpunkt der Arbeit des 2021 in Meerbusch gegründeten GEC. Hintergrund: Aktuell sehen sich die Start-ups einer Situation ausgesetzt, in der sie wenig bis keinen Zugang zu Fördermitteln haben. Bei der Finanzierung von Technologie-Validierung und Prototypen-Bau sowie dem Aufbau von Produktionsanlagen, um den Machbarkeitsnachweis zu erbringen, fühlen sie sich allein gelassen. Hier setzt die Unterstützung des GEC an.

Das Global Entrepreneurship Centre hat sich zum Ziel gesetzt, der führende Akteur bei der Bewältigung dieser Herausforderung zu werden. Gemeinsam mit Partnern und Investoren hilft das GEC seinen Portfolio-Unternehmen, alle Skalierungs-Hindernisse auf dem Weg zur erfolgreichen Kommerzialisierung zu überwinden. Das GEC bietet Unternehmen aus dem Bereich der nachhaltigen Technologien maßgeschneiderte operative Dienstleistungen, Infrastruktur wie Zugang zu Laboren und Produktionsflächen sowie weitere Services, um Marktreife, Wachstum und eine nachhaltige Wirkung zu ermöglichen. Das GEC wird dabei vom Rhein-Kreis Neuss, vom Land Nordrhein-Westfalen und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt.