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In Büderich gibtes 2021 wohl wieder einen Martinsumzug.

Laternenzug und Feuer in Büderich finden wohl statt : Die Rückkehr des St. Martin

Im vergangenen Jahr mussten der St. Martins-Zug und das Martinsfeuer in Büderich coronabedingt ausfallen. In diesem Jahr hingegen sollen die Martinslichter wieder durch den Ort ziehen und Freude auf die Gesichter von Groß und Klein zaubern.

„Nachdem sich mittlerweile eine Entwicklung vollzogen hat, die in begrenzten Maße wieder öffentliche Veranstaltungen unter freiem Himmel zulässt, haben wir uns nach reiflicher Überlegung und nach Konsultation mit den wesentlichen Akteuren entschlossen, am Donnerstag, 11. November, beginnend um 17.30 Uhr, einen Martins-Zug mit anschließendem Feuer stattfinden zu lassen“, schreiben Inge von Lettow-Vorbeck und Rolf Klingen vom organisierenden St. Martins-Komitee Büderich e.V. in einer aktuellen Pressemitteilung.

Von Seiten der Stadt scheint es diesbezüglich – Stand jetzt – auch keine Einwände zu geben. Michael Gorgs, Referent für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Meerbusch, teilt auf Anfrage mit: „Aus Sicht der Corona-Schutzverordnung ist keine Genehmigung des Ordnungsamtes nötig. Martinszüge, Mantelteilungen oder Martinsfeuer sind in Meerbusch lediglich beim Fachbereich Straßen und Kanäle der Stadtverwaltung anzuzeigen, der dann die entsprechende Sondernutzungsgenehmigung für öffentliche Straßen und Plätze erteilt. Dagegen spricht derzeit nichts.“

Der Löschzug Büderich der Freiwilligen Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz und die Vertreter der Büdericher Polizeiwache haben ihre Beteiligung an der Veranstaltung bereits zugesagt. Aus Gründen der Vorsicht gibt es allerdings – in Abweichung zu der gewohnten Prozedur – in diesem Jahr einige Änderungen im Ablauf. So werden die lokalen Grundschulen nicht mehr wie bisher geschlossen, das heißt nach Schule und Klassenverband geordnet, den Großteil des Martinszuges bilden. Stattdessen gibt es einen „offenen Martinszug, an dem alle Eltern und Kinder individuell und nach ihrer eigenen Entscheidung und natürlich auch auf eigenes Risiko teilnehmen können“, so die Veranstalter.

Dieser Zug wird einen verkürzten Weg nehmen. Die Aufstellung erfolgt dabei auf der Büdericher Allee (Spitze Theodor-Hellmich-Straße), von wo der Zugweg über die Theodor-Hellmich-Straße, die Dorfstraße, den Brühler Weg und wieder über die Büdericher Allee zur Schwimmbadwiese führen wird. Dort finden dann das Martinsfeuer und die Mantelteilung statt.

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Die Ordnung des Zuges muss zwangsläufig operativ entschieden werden. Deshalb bittet das St. Martins-Komitee die beteiligten Musikkapellen, sich rechtzeitig, das heißt um 17 Uhr, an der Büdericher Allee, Ecke Theodor-Hellmich-Straße, einzufinden. Anschließend würden sie entsprechend der Teilnehmerzahl, die vorher nicht kalkulierbar sei, eingesetzt. In jedem Falle sollen die Kapellen mit auf die Schwimmbadwiese ziehen und dort bei der Mantelteilung die bekannten Martinslieder spielen.

Unabhängig von Laternenzug und Feuer gibt es noch einige weitere Aktionen zum Martinsfest in Büderich:  So wird St. Martin, der wie schon in der Vergangenheit von Horst Diel verkörpert wird, am Montag, 8. November, um 17 Uhr zusammen mit dem Tambour-Corps  bei den Seniorinnen und Senioren des Johanniter-Stiftes vorbeischauen.  Am Vormittag des 11. November stattet der freigiebige Heilige dann den Grundschulen auf den jeweiligen Schulhöfen einen Besuch ab. Die Gestaltung liegt dabei in Händen der entsprechenden Schule, exakte Termine werden rechtzeitig vereinbart. Gegenwärtig sieht die Planung vor, dass St. Martin an der St. Mauritius-Schule um circa 9.45 Uhr, an der Brüder Grimm-Schule um circa 10.15 Uhr und an der Adam-Riese-Schule um circa 11 Uhr sein wird.

Für die Kinder ab zwei Jahren bis Einschulung wird es eine Ausgabe von Martinstüten im Foyer des städtischen Gebäudes am Dr.-Franz-Schütz-Platz nach Martinszug und -feuer geben. Berechtigungsmarken werden noch am kommenden Donnerstag, 4. November, von 14 bis 18 Uhr an gleicher Stelle gegen Vorlage eines geeigneten Altersnachweises (Kinderausweis, Geburtsurkunde oder Ähnliches) ausgegeben. Bei der Ausgabe der Tüten wird gebeten, auf ausreichende Abstände zu achten und  das Gebäude über den Flur des OGATA durch einen zweiten Ausgang zügig zu verlassen. Am Freitag, 12. November, werden Martinstüten durch Helferinnen und Helfer zu den Senioren gebracht.

„Wir hoffen sehr, dass es die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie erlaubt, diese Planung umzusetzen. Notwendigenfalls ist allerdings die Absage eines Teils oder aller Aktionen nicht auszuschließen“, machen die Verantwortlichen des St. Martins-Komitees Büderich deutlich und rufen alle Beteiligten zur Vor- und Umsicht auf. So werden wegen der Besonderheit der Zugaufstellung alle Teilnehmer gebeten, ausreichende Abstände zueinander einzuhalten. Insbesondere gelte es, ein Gedränge zu vermeiden. 3G-Maßnahmen seien zwar nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung, außer in den Innenräumen des Johanniter-Stifts, nicht erforderlich. Allerdings könne sich dies bis zu den genannten Terminen auch noch ändern.