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Stadt und GWH unterzeichen Erklärung zur Entwicklung des "RheinEcks"

Stadt und GWH unterzeichnen Absichtserklärung : Für ein moderneres „RheinEck“

Die ehemalige Böhler-Siedlung soll moderner und lebenswerter werden. Um dies sicherzustellen, wurde in dieser Woche eine Absichtserklärung zur weiteren Entwicklung des „RheinEcks“ unterzeichnet.

Die ehemalige Böhler-Siedlung im Büdericher Süden, heute „RheinEck“ genannt, soll in den nächsten fünf Jahren attraktiver, moderner, lebenswerter und in der Bewohnerstruktur gemischter werden. Das haben Bürgermeister Christian Bommers und der Technische Beigeordnete Michael Assenmacher am Mittwoch in einer Absichtserklärung (Letter of Intent) gemeinsam mit den Geschäftsführern der Wohnungsgesellschaft GWH, Stefan Bürger und Henry Jäger, vereinbart.

Die GWH ist seit 2011 Eigentümer der Siedlung, die in den 1950er Jahren für Arbeiterfamilien der Böhler-Werke errichtet wurde. Rund 13 Millionen Euro hat die GWH nach eigenem Bekunden in den vergangenen zehn Jahren in den Gebäudebestand und das Wohnumfeld investiert. Rund 2 000 Menschen wohnen bis heute dort. „Ich bin froh, dass wir jetzt richtungsweisende Vereinbarungen für die weitere Entwicklung der Siedlung, für neue Wohnungen, für die städtebauliche Gestaltung und die gesamte Struktur des Quartiers festschreiben konnten“, so der Bürgermeister. „Gemeinsam mit der GWH wollen wir zeigen, wie eine moderne Quartiersentwicklung heute funktioniert.“ Ziel sei ein nachhaltiger Mehrwert für die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers und den gesamten Büdericher Süden.

Dazu hatten die GWH und die Stadtverwaltung in den vergangenen 18 Monaten mit externer Unterstützung durch das Büro Innovation City Management einen umfangreichen Rahmenplan, das so genannte „Quartierskonzept RheinEck“, entwickelt, im Dezember 2020 hatte der Stadtrat grünes dafür Licht gegeben. Die Planungen bis 2026 sehen unter anderem den Neubau von Mehrfamilienhäusern mit rund 110 Wohneinheiten vor. So wollen Stadt und Investor der steigenden Nachfrage nach Wohnraum gerecht werden und auch das Wohnraumangebot in der Siedlung mit barrierearmen und -freien Wohnungen verbessern. Neue Sozialwohnungen sollen verhindern, dass einkommensschwächere Mieter aus dem Quartier verdrängt werden.

Zudem sind in der jetzt unterzeichneten Vereinbarung konkrete Aussagen zur Gestaltung des Parkraums sowie zur Neugestaltung des Böhlerhofs enthalten. Der Platz soll als Mittelpunkt der Siedlung aufgewertet werden. Die GWH ist bereit, das von der Stadt Meerbusch geplante Vorhaben mit bis zu 250 000 Euro zu unterstützen. Darüber hinaus sollen die Bewohner durch ein Vor-Ort-Angebot von sozialen Dienstleistungen und Wohnkonzepten im Alltag unterstützt werden. Dazu soll es Kooperationen mit sozialen Trägern geben.

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Die Vereinbarung war im vergangenen Jahr im Sozialausschuss sowie im Ausschuss für Planung und Liegenschaften der Stadt diskutiert und im Wortlaut abgestimmt worden. Im Oktober 2021 stimmte der Stadtrat für die Unterzeichnung der Absichtserklärung.