1. Städte
  2. Meerbusch
  3. Meine Heimat

: „Es geht auf zu neuen Ufern“

: „Es geht auf zu neuen Ufern“

Heute ist es soweit: Christian Bommers tritt sein Amt als Bürgermeister für die Stadt Meerbusch an. Der Extra-Tipp hat ihm vorab noch ein paar Fragen gestellt.

Extra-Tipp: Sie haben kürzlich Ihren letzten Arbeitstag bei Ihrem langjährigen Arbeitgeber Mercedes-Benz gehabt. Am 1. November treten Sie Ihr Amt als Bürgermeister der Stadt Meerbusch an. Was ist das für ein Gefühl?

Christian Bommers: Das sind natürlich gemischte Gefühle. Ich hatte insgesamt eine gute Zeit bei meinem letzten Arbeitgeber. Da schwingt nach so vielen Jahren dann auch immer etwas Wehmut mit. Letztlich trennt man sich ja auch von vielen Kolleginnen und Kollegen, die mir über die Jahre sehr vertraut geworden sind. Jetzt aber geht es auf zu neuen Ufern in eine sehr spannende und anspruchsvolle Aufgabe für unsere Heimatstadt auf die ich mich sehr freue.

Wie haben Sie sich auf die bevorstehende Zeit vorbereitet?

Mit Bekanntgabe der Kandidatur und noch verstärkt im Wahlkampf habe ich mich zunehmend intensiv mit den allgemeinen und aktuellen Themen der Kommunalpolitik beschäftigt und viele Gespräche mit Politikern und Bürgern zu den Themen geführt. Nach der Stichwahl bin ich zusätzlich in den Austausch mit einigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung gegangen um erste Eindrücke von meinem späteren Umfeld zu sammeln. Zudem stehen auch noch Seminare auf dem Programm.

Haben Sie sich bereits mit Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage hinsichtlich der Amtsübergabe austauschen können?

Natürlich nutze ich in diesen Tagen auch die Möglichkeit, mir einige Sachverhalte von meiner Amtsvorgängerin Angelika Mielke-Westerlage erläutern zu lassen. Sie verfügt bekanntermaßen über einen reichen Erfahrungsschatz und ich bin sehr dankbar für ihre Hinweise.

Welche Themen stehen für Sie in den kommenden fünf Jahren ganz oben auf der Liste?

Es sind die Themen, die ich auch im Wahlkampf immer wieder angesprochen habe und die alle gleichermaßen ihre Bedeutung haben. Um vielleicht die drängendsten Überschriften zu nennen:

- Klima- und Umweltschutz als Querschnittsaufgabe. Wir müssen zukünftiges Handeln immer auch im Kontext dieser Herausforderung sehen

- Digitalisierung als nächstes großes Zukunftsthema in allen Lebensbereichen

- Verkehr im Kontext der Mobilitätswende ohne die jeweiligen Verkehrsnutzer gegeneinander auszuspielen

- Wirtschaftsförderung und städtische Finanzen in herausfordernden Zeiten

- Gute Qualität in Schulen und in der Kinderbetreuung

- kluge und sinnvolle Siedlungsentwicklung

Sie sind Osterather. Nennen Sie uns Ihren Lieblingsplatz in Ihrem Ort.

Da gibt es mehrere Orte, die für mich „Heimat“ ausdrücken. Der schönste und symbolischste davon ist vielleicht der Kirchplatz an St. Nikolaus.

Sie sind sehr aktiv im Brauchtum. Inwieweit wird Ihr Engagement in Sachen Brauchtum zukünftig möglich sein?

Das Schützenwesen mit seiner integrierenden Kraft ist eine Herzensangelegenheit für mich. Ich werde ihm weiterhin verbunden bleiben. Mein Amt als Vorsitzender des Heimat- und Schützenbundes Osterath kann ich selbstverständlich nicht weiter ausüben. Auf der Mitgliederversammlung im kommenden Frühjahr wird ein Nachfolger bestimmt.