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Gabriele Hänsel aus Meerbusch erhielt Bundesverdienstkreuz

Bundesverdienstkreuz für Gabriele Hänsel : Ein Symbol der Sympathie

Jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement – insbesondere in der Kinderkrebshilfe – hat seine Würdigung erfahren. Gabriele Hänsel (72) aus Meerbusch bekam jetzt im Kreishaus Neuss von der 1. stellvertretenden Landrätin Katharina Reinhold das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht.

„Die heutige Auszeichnung ist auch ein Symbol für den Respekt und die große Sympathie, die Ihnen in unserer Heimat und darüber hinaus entgegengebracht werden“, sagte Reinhold bei der Feierstunde, an der auch Meerbuschs Bürgermeister Christian Bommers teilnahm. Gabriele Hänsel gehörte 1979 zu den Gründungsmitgliedern des „Elterninitiative Kinderkrebsklinik“ e.V. am Universitätsklinikum Düsseldorf, deren Vorstand sie als aktives Mitglied weiter angehört. Mit ihrer Spenden-Akquise hat sie maßgeblich zum Aufbau einer Knochenmark-Transplantationsstation im Jahre 1988 und zur Errichtung eines Knochenmark-Spenderregisters für Nordrhein-Westfalen im Jahre 1990 beigetragen. Bei ihrem Renteneintritt 2015 war die gelernte Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin als Stationssekretärin in der hämatologisch-onkologischen Ambulanz an der Universitätsklinik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf beschäftigt.

Schon als Schwesternschülerin war Gabriele Hänsel sehr engagiert. Schnell zeigte sie im Umgang mit Kindern, die an Blut- und Krebserkrankungen litten, auch großes Einfühlungsvermögen bei der Aufmunterung ihrer jungen Patientinnen und Patienten, was sie zu einer besonderen Vertrauensperson für die Kinder machte. „Dies war besonders wichtig zu einer Zeit, in der die stationäre Mitaufnahme eines Elternteils in die Klinik noch nicht möglich war“, betonte Reinhold. Gleichzeitig sei der Bedarf an Betreuungsmöglichkeiten gestiegen.

Gemeinsam gründeten schließlich betroffene Eltern, Krankenschwestern und Ärzte der Klinik die Elterninitiative, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Lebensqualität der Kinder und Familien während und nach der Behandlung zu verbessern. Auch heute als Rentnerin ist es für Gabriele Hänsel noch selbstverständlich, dazu beizutragen, krebskranken Kindern, ihren Eltern und Geschwistern das Leben in dieser so schwierigen Situation zu erleichtern. 1987 wurde Gabriele Hänsel für ihre Verdienste gemeinsam mit dem Vorstand des Vereins „Elterninitiative Kinderkrebsklinik“ mit der Ehrenmedaille der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ausgezeichnet.

Im Rahmen der „Elterninitiative Kinderkrebsklinik“ hat sich Gabriele Hänsel in der Öffentlichkeitsarbeit sowie in der Organisation von Ausflügen und von Fachvorträgen für Eltern und Betroffene eingesetzt. Ein anderer Schwerpunkt war die Spenden-Akquise. Hier zählt zu ihren weiteren Verdiensten der Bau eines Elternhauses auf dem Gelände der Düsseldorfer Universitätsklinik im Jahr 2013. Hierfür wurden 1,1 Millionen Euro Fördergelder durch die Elterninitiative eingebracht. Die Einrichtung eines Spielzimmers in der Klinik, die Anschaffung eines Echtzeit-MRTs und weiterer Spezialgeräte zur Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen konnten ebenfalls durch ihr Engagement realisiert werden.

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„Sie haben Verantwortung übernommen, Sie sind aktiv geworden“, so die stellvertretende Landrätin in ihrem Schlusswort: „Mit Ihrem Elan und Ihrer Zielstrebigkeit, Ihrer Kompetenz und Ihrer Erfahrung haben Sie viel bewegt. Wir können uns glücklich schätzen, Menschen mit Ihrer Einstellung in unseren Reihen zu wissen.“