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Kalverdonk-Gestaltung: Wettbewerb bringt keinen klaren Sieger

Realisierungswettbewerb : Kalverdonk: Alles noch offen

Der Anfang des Jahres gestartete Wettbewerb zur Baulandentwicklung Kalverdonk in Meerbusch-Osterath ist in der vergangenen Woche zu einem Ergebnis gekommen – einen eindeutigen Sieger gibt es allerdings nicht.

Vielmehr teilen sich zwei Arbeiten den zweiten Platz. Für diese hat das Preisgericht Empfehlungen für die anschließende Verhandlungsphase formuliert. Die beiden Arbeiten fanden viel Zuspruch aus dem Preisgericht, leiden aber an unterschiedlichen „Schönheitsfehlern“, die im Rahmen des weiteren Verfahrens beseitigt werden müssen.

Der Beitrag der Bürogemeinschaft ISR – Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH/MOLA Landschaftsarchitekt GmbH/Mobilwerk GmbH wurde mit Blick auf die städtebaulichen Qualitäten vom Preisgericht besonders hoch bewertet. Allerdings ist unter anderem eine alternative Erschließung für einen Teilbereich zu konzipieren, bei der die städtebaulichen Qualitäten des Entwurfs erhalten bleiben.

Der Beitrag der Bürogemeinschaft Schaller Architekten Stadtplaner BDA/urbanegestalt PartGmbB/Schüßler-Plan Ingenieurgesellschft mbH/Stefan Schmitz bda Architekten und Stadtplaner wurde vom Preisgericht als qualitätsvoll und gut umsetzbar bewertet, jedoch ist vor allem eine andere Konzeption für die Mobilitätsstationen zu Gunsten des Freiraums zu prüfen.

Die Stadt Meerbusch und NRW.URBAN werden nun zeitnah mit den beiden Zweitplatzierten in Gespräche eintreten und folgen somit der Empfehlung des Preisgerichtes.

Am Vortag der Preisgerichtssitzung hatte eine Schlüssellochveranstaltung mit rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Erwin-Heerich-Haus in Osterath stattgefunden. Dabei bestand die Möglichkeit, die Wettbewerbsergebnisse zu sichten sowie Anmerkungen und Anregungen zu den Arbeiten zu geben. Die wesentlichen Hinweise aus der Schlüssellochveranstaltung wurden dem Preisgericht zu Beginn der Sitzung im Rahmen der zweiten Phase des städtebaulichen Wettbewerbs mitgeteilt.

Unter dem Vorsitz des Ingenieurs Michael von der Mühlen, der von 2014 bis 2017 Staatssekretär im NRW-Bauministerium war, wurden anschließend in mehreren Rundgängen die Wettbewerbsarbeiten vorgestellt und die Vor- und Nachteile diskutiert. Im Ergebnis hat das Preisgericht drei Anerkennungen, einen dritten Preis und zwei zweite Preise vergeben. Eine öffentliche Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten wird von September bis Oktober im Erwin-Heerich-Haus stattfinden.