: Kunst erlebbar machen

Angelika Kraft kann sich aktuell vor Arbeit kaum retten. Die Corona-Pandemie hat auch ihren Galerie-Alltag auf den Kopf gestellt. Die nächste Ausstellung präsentiert sie vom 10. bis zum 24. Oktober.

Der Zugang zur Atelier-Galerie liegt in einer Toreinfahrt, an der Hochstraße 19, im Herzen von Osterath. Zuvor bot die Galeristin Angelika Kraft Künstlern aus ganz Deutschland n Lank-Latum eine Plattform für ihre Kunst, seit August 2019 nun schon in Osterath. Auch ihre eigenen Werke entstehen hier in der Atelier-Galerie – mitten im Raum, an einem großen Tisch, der sie durch das Schaufenster auf die Hochstraße und die Pfarrkirche St. Nikolaus blicken lässt.

Ausgewählte Kunstwerke ganz unterschiedlicher Künstler hängen an den Wänden der kleinen Galerie. Momentan sind es noch die Kunstwerke der Künstlergruppe „Der blaue Rather“, deren Ausstellung bis gestern, 3. Oktober, zu sehen war. Eigentlich sollte die Ausstellung nur bis zum 27. September laufen, doch aufgrund der Corona-Pandemie hat Angelika Kraft diese um eine Woche verlängern müssen. „Um nicht so viele Gäste gleichzeitig zu empfangen“, erklärt sie. Die Corona-Pandemie auch Angelika Krafts Arbeit in der Galerie auf den Kopf gestellt. „Ich musste Ausstellungen, die für das Frühjahr geplant waren, in den Herbst und Winter verschieben“, sagt die Künstlerin. „Das bedeutet für mich aktuell natürlich sehr viel Arbeit und Umdenken. Ich versuche das Beste daraus zu machen.“ Ihre jährliche Weihnachtsausstellung, bei der sie ihre eigenen Werke präsentiert, müsse aus Zeitgründen leider ins Wasser fallen.

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Bevor Angelika Kraft ihren Traum verwirklichte und eine Galerie eröffnete, arbeitete die Meerbuscherin als Bauingenieurin. „Das Interesse für Kunst war schon immer da“, betont sie. Jetzt aber stehe ihr Hobby endlich im Mittelpunkt.

Die Meerbuscherin hat sich auf die Fahne geschrieben, vor allen Dingen Künstler zu unterstützen, die Schwierigkeiten haben, eine Ausstellung zu machen. „Das sind häufig junge, unerfahrene Künstler oder aber schon ältere, die leider oftmals keine Chance bei Galeristen haben“, erklärt die Künstlerin. Um Profit geht es ihr übrigens nicht. „Ich bin froh, wenn ich die Miete für die Galerie raus habe, das reicht“, betont sie. „Ich lebe mein Hobby und muss daran nichts verdienen.“

Auch Vorbeigehende werfen häufig einen Blick in die Galerie, der ein oder andere Passant findet sogar seinen Weg hinein. „Ich würde mich freuen, wenn noch viel mehr Meerbuscher reinkommen würden und sich einfach umschauen“, betont Angelika Kraft. Ein Ort der Begegnung und des Austauschs solle ihre Galerie sein. „Gerne würde ich den Menschen die Angst vor der Kunst nehmen. Ich möchte Kunst erlebbar machen.“