Heimatkreis im neuen Jahr

Für das Jahr 2019 hat der Heimatkreis Lank erneut eine vielfältige Auswahl an Vorträgen, Reisen und weiteren Aktivitäten getroffen.

Das Jahresprogramm steht fest, doch die neue Ausgabe der Heimatzeitung „Dä Bott“ erscheint aufgrund technischer Probleme erst in der zweiten Januarhälfte: Wie jedes Jahr wird das Forum für Orts- und Regionalgeschichte unter der Leitung von Georg Neuhausen stattfinden. „Zu den verschiedenen Vorträgen kommen meist 50 bis 80 Leute, sie sind also Teil der attraktivsten und bestbesuchten Reihenveranstaltung Meerbuschs“, sagt Geschäftsführer Franz-Josef Jürgens. Schon 170 Referenten trugen zu diesem Erfolg in Kooperation mit der VHS bei.

Freuen sich auf das nun startende Jahr mit dem Heimatkreis Lank (v.l.): Georg Neuhausen, Peter Sitsen, Franz-Josef Radmacher, Franz-Josef Jürgens, Thomas Günther. Foto: Sina Rothert

Passend zu der Fotoausstellung „Lank und Latum einst und jetzt“ in der Teloy-Mühle wird der Staatsminister a.D. Norbert Walter Borjans, der auch Mitglied des Heimatkreises ist, von seiner Jugend in Lank-Latum berichten. „Bei der Vortragsreihe möchten wir gerne Historisches und Aktuelles verbinden“, sagt Georg Neuhausen. So wird im Januar Landtagsvizepräsident Oliver Keymis von dem Streit um die A44-Rheinquerung berichten. Er hatte damals als Sprecher der Bürgerinitiative einen Tunnel anstatt einer Brücke gefordert.

Die Mundartabende werden weiterhin von Johannes Toups gestaltet. „Es wird schwer sein, dafür einen Nachfolger zu finden“, sagt Vorsitzender Franz-Josef Radmacher. Der Verein braucht neue Mitglieder. „Heimat ist ein Kulturgut, aber das Interesse unter 50 ist selten“, sagt Franz-Josef Jürgens. „Hoffentlich spielt uns der Trend, dass Heimat wieder in ist, in die Karten.“ Die Mitgliederzahl bleibt konstant, jedoch bringen sich manch neue Mitglieder weniger aktiv ein als gewünscht.

Andere wichtige Programmpunkte in 2019 sind die Einweihung eines Kunstwerkes auf dem Gelände des Seitenhofs in Nierst, die Verleihung der Jacobsleiter am Nikolausabend und der Tag des Offenen Denkmals.

Ein weiterer fester Bestandteil des Programms sind die Reisen. Alles begann mit Touren nach Ostdeutschland. Seit 1994 fanden schon 52 solcher Frühjahrsreisen statt. Meist mit dem Bus wurden auch Russland, Georgien, Albanien und weitere Länder erkundet. Dabei fand immer auch eine Begegnung mit einem politischen Repräsentanten statt. In Tirana traf die Reisegruppe den Innenminister und in Tallinn den Außenminister, der am Tag der Deutschen Einheit interviewt wurde. Die Kontakte entstanden durch Franz-Josef Radmacher, der die Reisen organisiert, und über die Konrad-Adenauer-Stiftung. Die Frühjahrsreise nach Quedlinburg im kommenden Jahr ist schon ausgebucht. Die Nachfrage ist groß. Weitere Reisen nach Berlin, Frankreich, die Seniorenfahrt und die Herbstfahrt unter dem Motto „Kultur und Erholung im böhmischen Marienbad“ stehen ebenfalls an. „Leider ist das Stammpublikum schon älter, was zu Problemen führen kann“, sagt Franz-Josef Radmacher. „Die Jugend fühlt sich nicht angesprochen“, sagt Franz-Josef Jürgens. „Manche sagen, sie wollen erst mitmachen, wenn sie in Rente sind.“ Thomas Günther hat sich schon mit einer neuen Generation an Vereinsmitgliedern zusammengesetzt, um über neue Möglichkeiten nachzudenken. Bei ihnen liegt die Hoffnung des Heimatkreises. Franz-Josef Radmacher wird sich bei der kommenden Jahreshauptversammlung nicht mehr als Vorsitzender zur Wahl stellen lassen, um der Jugend Platz zu machen. Für die Fotoausstellung „Lank und Latum einst und jetzt“ werden noch Bilder gesucht. Der Heimatkreis kann von diesen Duplikate anfertigen. Kontakt und Infos: www.heimatkreis-lank.de.

(StadtSpiegel)