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Missouri-Platz in Lank-Latum erhielt neue Bepflanzung und neue Bänke

Umgestaltung : Missouri-Platz wurde verschönert

Mit einem kleinen Fest wurde am Mittwoch der neu gestaltete Missouri-Platz in Lank-Latum offiziell der Bürgerschaft übergeben. Frisch bepflanzt und mit Bänken ausgestattet, besitzt der zuvor unscheinbare Ort nun eine hohe Aufenthaltsqualität. Bei der Aufwertung des Platzes spielte auch sein besonderer Bezug zu den USA eine Rolle.

Bis zum vergangenen Sommer stand eine große, schattenspendende Robinie auf dem Missouri-Platz in der Fußgängerzone. Dann warf eine Sturmböe den stattlichen Baum um, was die komplett verklinkerte Fläche sehr trist wirken ließ.

In der Folge kam von verschiedenen Seiten die Idee auf, einen neuen Baum zu pflanzen und den Platz ansprechender zu gestalten. Die Stadtverwaltung griff die Hinweise gerne auf und legte bei der Umsetzung ein beachtliches Tempo an den Tag – nach weniger als drei Monaten wurde der verschönerte Missouri-Platz der Öffentlichkeit präsentiert.

Zu diesem Anlass hatten der Heimatkreiskreis Lank, der Kulturstammtisch Lank-Latum und die Stadt Meerbusch zu einem kleinen Fest mit Bratwurst vom Grill und kühlen Getränken geladen. Petra Schoppe, 1. Stellvertretende Bürgermeisterin, sprach ein Grußwort und betonte die Aufwertung des Platzes. „Zuvor war der Missouri-Platz ein eher unscheinbarer Ort, nun lädt er zum Verweilen ein.“

An die besondere Geschichte des Platzes erinnerte Franz-Josef Jürgens, der Vorsitzender des Heimatkreises: Zwischen 1835 und 1865 wanderten mehr als 300 Menschen aus dem Meerbuscher Gebiet nach Amerika aus und ließen sich im Staat Missouri nieder, um sich dort ein neues Leben aufzubauen. Seit 1985 pflegen ihre Nachfahren wieder Kontakte in die alte Heimat. Bis heute verbindet die Bewohner von Loose Creek und die Mitglieder des Heimatkreises eine enge, privat organisierte Freundschaft mit gegenseitigen Besuchen. Eine Plakette an der Mauer des Missouri-Platzes hält das Andenken an die Geschichte wach. Bei der Feier zu Gast war außerdem eine Abordnung der Schützenkompanie „17th Missouri Infantry „Blaue Adler“, besser bekannt als „die Missouris“.

Die Historie wurde auch bei der Pflanzung des neuen Baumes berücksichtigt – es handelt sich um einen Amberbaum, der in Missouri heimisch ist. Zusätzliches Grün bringt ein Beet mit Gräsern und Staudenpflanzen.

Der Platz soll jedoch nicht nur schöner aussehen, sondern durch Entsiegelung und Beschattung auch für ein besseres Klima sorgen. „Die Umgestaltung erfolgte im Rahmen des Meerbuscher Klimafolgenanpassungskonzepts“, so Michael Betsch, Leiter Servicebereich Grünflächen.

30 Quadratmeter Fläche wurden entsiegelt, wobei der neue Baum wesentlich mehr Platz für sein Wurzelwerk hat als der alte. Die Robinie habe aus Platzmangel nicht genügend Wurzeln bilden können, so Betsch. Daher sei sie beim Sturm auch so leicht umgefallen.

Gab es früher gar keine Sitzgelegenheiten auf dem Missouri-Platz, kann man künftig auf drei seniorengerechten Bänken ein Päuschen einlegen, wahlweise in der Sonne oder im Schatten. Zwei Bänke – die beiden letzten aus dem Fundus des Bauhofs – wurden bereits installiert, die dritte stiftet ein privater Sponsor.

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Allerdings gibt es Lieferschwierigkeiten, was auch für den Abfallbehälter gilt, dessen Fehlen von mehreren Bürgern angemerkt wurde. „Der Mülleimer kommt“, verspricht Michael Betsch.

Bei strahlendem Sonnenschein ließen sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Angehörige der Heimatvereine Grillwürstchen und das eine oder andere Bierchen schmecken. Gäste wie Passanten waren sich einig – der „Perle von Meerbusch“ wie die Lank-Latumer ihren Stadtteil nennen, macht der neue Missouri-Platz alle Ehre.