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Meerbuscher Handballverein setzt Vereins-App ein.

Meerbuscher HV setzt Vereins-App ein : „Wir kommunizieren einfacher“

Der Meerbuscher Handballverein setzt seit einiger Zeit eine Vereins-App ein und vereinfacht damit die interne Kommunikation. Markus Knychas vom Meerbuscher HV erklärt das im Interview.

Der Elternbrief wird mit der Post verschickt, die Vorstandssitzung per E-Mail organisiert und der Mannschaftsabend der B-Jugend im Gruppenchat eines Messengers koordiniert. Beim Meerbuscher HV ist das Geschichte. Der Verein nutzt die Vereins-App des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) und bündelt damit die vereinsinterne Kommunikation auf einem einzigen Kanal. „Wir freuen uns, dass es im Rhein-Kreis Neuss solch innovative Vereine gibt, die neue Wege der Kommunikation ausprobieren. Wir werden unsere Vereine zukünftig in diesem Themengebiet begleiten“, sagt Dr. Hermann-Josef Baaken, Vorsitzender des Sportbunds.

Wie funktioniert eine solche Umstellung? Lassen sich die Erkenntnisse auf weitere Vereine übertragen? Wir haben nachgefragt bei Markus Knychas, Geschäftsführer und Leiter des Spielbetriebs beim Meerbuscher HV.

Was braucht es, um ein solches Projekt erfolgreich umzusetzen?

Knychas: Es wird definitiv eine Person benötigt, die sich kümmert. In Abstimmung mit der Agentur muss eine „Maske“ mit Inhalten gefüttert werden.

Wie ist die Resonanz? Wird der neue Kommunikationsweg tatsächlich im gesamten Verein akzeptiert?

Wir sind sehr zufrieden und freuen uns über die Bereitschaft unserer Mitglieder, die App auszuprobieren. Wir können dort gebündelt Spielpläne, Fotos und Videos veröffentlichen. Durch die App kommunizieren wir viel einfacher. Sie bietet die Möglichkeit, Gruppen zu erstellen, so dass zum Beispiel in mannschaftsinternen Chats kommuniziert werden kann. Für Sponsoren gibt es zusätzliche Möglichkeiten der Präsentation. Auch unser Fanshop ist integriert und bei Auswärtsspielen können wir Fanreporter für Daheimgebliebene einsetzen. Natürlich ist es für manche eine Frage der Umgewöhnung, aber grundsätzlich ziehen alle Bereiche mit.

Und auch die weniger technikaffinen Personen kommen damit zurecht?

Ja. Wer ein Smartphone besitzt und dieses bedienen kann, kommt auch mit unserer App zurecht.

In der Pandemie haben sich viele Vereine in kürzester Zeit deutlich digitaler aufgestellt. Konnte das Projekt „Vereins-App“ somit sogar noch schneller umgesetzt werden?

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Tatsächlich habe ich teilweise insgesamt mehr Zeit in meinen Verein investiert als je zuvor. Insofern war die zügige Fertigstellung einer der wenigen Vorteile. Im Lockdown konnten wir zudem ein „Corona-Quizz“ über die App veranstalten und somit gut in Kontakt zu unseren Mitgliedern bleiben.

Welche Kosten kommen durch die Nutzung der App auf euch zu?

Die Kosten sind überschaubar. In unserem Paket sind der laufende Support, Neueinstellungen sowie regelmäßige Updates enthalten. Für uns ist dies bei den genannten Vorzügen eine sinnvolle Investition.

Könnt ihr den Einsatz einer solchen App auch anderen Vereinen empfehlen?

Wir sind ein vergleichsweise junger Verein und zudem als Einspartenverein etwas kleiner. Generell können wir uns jedoch durchaus vorstellen, dass eine Vereins-App auch für andere Vereine einen Mehrwert hat. Wir sind beispielsweise selber dem TSV Meerbusch als Vorbild gefolgt.

Wo seht ihr nach einem Zwischenfazit die Stärken? Gibt es Schwächen?

Der Kundenservice ist absolut hervorzuheben. Ich habe diesen über den Entwicklungsprozess bestimmt 50-mal kontaktiert und mir wurde stets zügig geholfen. Ebenfalls sehr hilfreich sind die Push-Benachrichtigungen bei Neuigkeiten. Außer leichten Schwierigkeiten bei der Umgewöhnung können wir keine Schwächen feststellen.

Was passiert, wenn sich Anforderungen an die App ändern?

Darauf können wir dann sehr flexibel reagieren.