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Meerbuscher Musiker "Der Ole" gewinnt Musikpreis.

Meerbuscher Künstler für Album ausgezeichnet : Musikpreis geht an den Ole

Der gebürtige Meerbuscher Christian Olejnik, in der Punkrockszene als „Der Ole“ bekannt, wurde für sein zweites Solo-Werk „Durch die Zeit“ jetzt mit dem Preis für das beste deutschsprachige Album des Jahres ausgezeichnet. Vergeben wurde die Auszeichnung von der Deutschen Popstiftung und vom Deutschen Rock und Pop Musikerverband.

Ton Steine Scherben, Die Toten Hosen, Blind Guardian, Rainbirds, Wizo, Terrorgruppe, Slime... Wenn Musiker und ehemalige Mitglieder der genannten Bands auf einem Album vereinigt sind, dann wird deutlich, dass hier kein normaler Tonträger veröffentlicht wurde. Beinahe ein Jahr lang wurde mit viel Liebe zum Detail das zweite Solo-Album von „Der Ole“ produziert. 126 Gastmusiker aus 26 Ländern reichen sich auf „Durch die Zeit“ die Hand. Neben Künstlern der stark vertretenen deutschen Punkrockszene sind etwa auch Popstars-Gewinner Markus Grimm (Nu Pagadi), Schauspieler Marcel Saibert (Unter Uns) oder die Berlinerin Diane Weigmann auf dem neuen Album zu hören. „Ich mag es, wenn man gemeinsam statt einsam und vor allem genreübergreifend arbeitet“, kommentiert „Der Ole“ die lange Liste der Gäste auf „Durch die Zeit“.

Mit dem Album, das als musikalisches, biographisches und gemeinschaftliches Kunstwerk daherkommt, ist der ehemalige Punkrock-Frontsänger direkt auf Platz 35 der deutschen Album-Charts und auf Platz 28 der MTV Midweek Charts eingestiegen. Mit kreativer und provokanter Rhetorik werden Geschichten aus dem Leben erzählt. Die Big Band spielt laut und leise, emotionsreich und hart, geprägt von Punk, Pop und Rock. Das überzeugte letztlich auch die Jury des Deutschen Rock & Pop Preises.

Im Dezember haben die Deutsche Popstiftung und der Deutsche Rock und Pop Musikerverband in der bereits 39. Auflage den Deutschen Rock & Pop Preis verliehen – wenngleich die geplante große Gala in der Siegerlandhalle in Siegen coronabedingt nicht stattfinden konnte. Dass der 43-jährige Christian Olejnik zu den Abräumern bei der Verleihung zählen würde, kam dabei nicht aus dem Nichts, schließlich wurde sein Album bereits vor der Veröffentlichung von verschiedenen Musikmagazinen stark bewertet. „Ich freue mich vor allem deshalb über diesen Preis, weil es eine Auszeichnung für die gesamte Band ist; und auch für alle, die an der Entstehung der Platte mitgewirkt haben“, beschrieb „Der Ole“ seine Gefühle angesichts der hohen Auszeichnung.

Wie sehr das Ziehkind des verstorbenen Tote Hosen-Schlagzeugers Wölli Rohde die Arbeit mit seinen Mitmusikern schätzt, wird deutlich, wenn der Künstler das Zusammenspiel mit seinen Kollegen auf ein einfaches, durchweg positives Schlagwort bringt: „Für mich ist es mittlerweile Erlebnis-Punkrock.“ Dieser Erlebnis-Punkrock kennzeichnet das Album „Durch die Zeit“, das sowohl durch harte als auch durch leise Töne besticht und dabei gesellschaftskritische Texte, aber auch tiefe Einblicke in das Seelenleben des Künstlers bietet.

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Vor der Arbeit an dem Album hatte sich „Der Ole“ für neun Jahre in eine kreative Schaffenspause begeben, ehe er 2018 beim österreichischen Fernsehsender GO TV eine Show moderierte und seither wieder voll mitmischt. Der Liedermacher vom Niederrhein nutzt – auch auf dem neuen Tonträger – die Musik, um seine politischen Haltungen kundzutun. So wird gegen alle Erscheinungen von rechter Gewalt gesungen („Die Stunde“, „Achmed und die Anderen“) und mit Umweltschutzorganisationen wie Sea Shepherd Germany kooperiert.

Seit November arbeitet der „Der Ole“ im Studio an seinem dritten Album, welches frühestens 2023 erscheinen soll. Über Social Media hat er bereits wieder eine Platte mit Erlebnischarakter angekündigt.