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Gutachten attestiert dem Meerbuscher Standort „geringste Gesamteignung“: Kein Stromkonverter in Osterath

Gutachten attestiert dem Meerbuscher Standort „geringste Gesamteignung“ : Kein Stromkonverter in Osterath

Osterath wird nicht Standort des umstrittenen nördlichen Stromkonverters für die geplante Nord-Süd-Stromautobahn. Das ist das Ergebnis des Gutachtens, das das Beratungs- und Projektsteuerungsbüro ERM aus Neu-Isenburg im Auftrag des Stromnetzbetreibers Amprion erstellt hat.

Die umfassende „Standortbereichsbewertung“ wurde den Vertretern der als Standort in Frage kommenden Kommunen in dieser Woche in Neuss vorgestellt.

In dem Gutachten wurden sieben in Frage kommende Standorte im Rhein-Kreis Neuss anhand unterschiedlicher Faktoren – zum Beispiel nach Auswirkungen auf die Bereiche Mensch und Wohnen, Erholung und Freizeit oder Landschaft und Natur – verglichen und abschließend bewertet. Gegenstand der Untersuchung waren die potentiellen Standorte Osterath, Kaarst Nord, Neuss West, Neuss Süd, Dormagen-Gohr, Rommerskirchen und die so genannte Dreiecksfläche in Kaarst.

Nach allen Abwägungen hat das Büro ERM die Standorte Dreiecksfläche Kaarst zwischen der Autobahn 57 und der Bahnlinie Neuss-Krefeld und Domagen-Gohr als „gleichermaßen bestgeeignet“ ausgemacht. Osterath hingegen weise einen „deutlichen Eignungsnachteil“ auf, insbesondere weil der Mindestabstand von 500 Metern zur nächsten geschlossenen Wohnbebauung dort nicht einzuhalten sei. Deshalb attestieren die ERM-Gutachter Osterath ebenso wie dem Standort Kaarst Nord die „geringste Gesamteignung“. Amprion gab während der Vorstellung der gutachterlichen Ergebnisse bekannt, dass andere Standortbereiche als die Dreiecksfläche Kaarst und Gohr nicht weiter betrachtet würden.

Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage nahm das Ergebnis mit großer Erleichterung und Freude auf. „Ich freue mich für die Menschen in Osterath, und bedanke mich bei allen, die sich im Kampf gegen den Konverter in Osterath mit aller Kraft eingesetzt haben. Es hat sich als richtig erwiesen, dass wir auf einer alternativen und umfassenden Standortsuche nach objektiven und nachvollziehbaren Kriterien bestanden haben.“ Der Gutachter bestätige mit seinem Untersuchungsergebnis die Forderung, die Meerbusch von Beginn in die Waagschale geworfen habe: Der Abstand eines möglichen Konverters zur nächsten Wohnbebauung müsse das maßgebliche Kriterium bei der

Standortsuche sein. „Damit war Osterath unweigerlich als Standort nicht mehr tragbar“, so Mielke-Westerlage.

(Report Anzeigenblatt)