: Meerbuscher zu Besuch im Düsseldorfer Landtag

27 Meerbuscher, darunter zehn Zugereiste, besuchten mit der Volkshochschule Meerbuscher den Düsseldorfer Landtag. Schon jetzt ist klar: Das Angebot soll wiederholt werden.

Nach mehrjähriger Pause hat die Volkshochschule Meerbusch den Programmpunkt „Besuch im Landtag NRW“ wieder aufleben lassen. Explizit war die jetzt durchgeführte Exkursion dabei als Modell für „gelebte Integration“ gestaltet. So befanden sich in der 27-köpfigen Teilnehmergruppe, die vom Landtags-Vizepräsidenten NRW, Oliver Keymis, herzlich begrüßt wurde, zehn Zugereiste und Mittelstufenlerner aus dem Sprachbereich Deutsch. „Insbesondere für diese Personen gab es ganz viele neue Aspekte und das Eintauchen in eine Umgebung, die der theoretische Unterricht im Klassenraum so niemals bieten kann“, erklärt VHS-Leiterin Béatrice Delassalle-Wischert.

Während der Einführungsveranstaltung erfuhr die Meerbuscher „Delegation“ unter anderem, dass es insgesamt 199 Parlamentarier im Landesparlament des Landes Nordrhein-Westfalen gibt und dass die Voraussetzung, um Abgeordneter werden zu können, nur drei Punkte sind: Man muss seit mindestens drei Monaten seinen Wohnsitz in NRW haben, 18 Jahre alt sein und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Beschrieben wurden in der Folge auch die unterschiedlichen Aufgaben der Abgeordneten. Ebenso gab es zahlreiche Informationen zum 1988 eingeweihten Gebäude am Rheinufer, das nach Bremen und Stuttgart das dritte in der Nachkriegszeit neu erbaute Landtagsgebäude ist. Nach dem Exkurs zur Historie des Landtags und einem stärkenden Frühstück ging es in den kreisrunden Plenarsaal mit seiner für mehr als 336 Zuschauer ausgestatteten Tribüne. Kontrovers und lebhaft diskutierten dort die Fraktionen über Bildungsgerechtigkeit und den immer akuter werdenden Lehrkräftemangel. Das Statement von Schulministerin Yvonne Gebauer konnten die Meerbuscher gerade noch anteilig mitverfolgen, bevor sich Oliver Keymis, Vizepräsident und gleichzeitig Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien im Landtag NRW, ausgiebig Zeit für die Fragen seiner Gäste nahm und unter anderem zu den Themen deutsch-französischer Freundschaftspakt, Digitalisierung, neue Mobilitätskonzepte, wohin geht die Türkei und mehr Stellung nahm. Berthold Grebe, der zuständig planende VHS-Programmbereichsleiter sprach sich ob des guten Gelingens für eine baldige Wiederholung des VHS-Angebots aus. Und Iris Pütz aus Lank, die sich ehrenamtlich in Sachen Deutsch für Flüchtlinge engagiert, unterstrich, wie sinnvoll es sei, den Zugereisten eine solche Möglichkeit zu bieten und zu veranschaulichen, wie Demokratie in Deutschland, dem Land in dem sie leben möchten, funktioniert.

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