: Skater geben nicht auf

Seit fünf Jahren sammelt die Skatergruppe Meerbusch Geld für den Skate- und Mountainbike-Park in Strümp. Die Grünen sehen allerdings kein Licht am Horizont und ziehen nun den Bau einer Mountainbike-Anlage vor. Das wiederum weckt die Kampfeslust der Skatergruppe.

Seit fünf Jahren sammelt die Skatergruppe Meerbusch Geld für den Skate- und Mountainbike-Park in Strümp. Die Jugendlichen wollen insgesamt 400.000 Euro sammeln, rund 40.000 Euro haben sie bereits. Nicht allles muss aus Spenden kommen: Unter der Voraussetzung des Einwerbens von 140.000 Euro sollen von der Stadt Meerbusch 80.000 Euro dazu kommen. Zusätzlich sollen auch 160.000 Euro Landesförderung beantragt werden. Aktuell hat die Skatergruppe auch einen Förderantrag bei der Aktion Mensch über 80.000 Euro gestellt. Die Grünen haben allerdings jüngst einen Antrag im Ausschuss für Schule und Sport eingereicht, in dem sie sich für „die Errichtung einer städtischen Anlage für Mountainbiker im Rahmen der Meerbuscher Sportstättenentwicklung“ stark machen, so lautet es in dem Antrag. Die Begründung: „Die Errichtung einer Skateranlage kann zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgegriffen werden, wenn klare Finanzierungsgrundlagen gesichert sind. Derzeit bestehen nach unserer Auffassung keine ausreichenden Voraussetzungen, innerhalb einer absehbaren Zeit eine Umsetzung zu erreichen.“ Dazu komme, dass andere Jugendliche „mit hoher baulicher Kompetenz“ angefangen hätten, auf eigene Faust einen Bereich des Herrenbuschs für Mountainbiker zu gestalten. „Der Wald bietet sich aufgrund der hohen Anfälligkeit für Pflanzen und Tiere für diese Nutzung nicht an“, so die Grünen. Am 3. Dezember um 17 Uhr, Dr. Franz-Schütz-Platz 1, soll im Sitzungssaal darüber entschieden werden. Das hat die Skatergruppe Meerbusch nun in Unruhe versetzt, allerdings ihre Kampfeslust geweckt: „Wenn man so viel Widerstand bekommt, dann sollte man nicht aufhören“, sagt Dennis Mardanis (16) aus Osterath.

Und das wollen die Jugendlichen angehen: Für den Mittwoch, 30. Oktober, um 18.30 Uhr haben sie Vertreter aus der Politik zum Round-Table ins Café Leib und Seele in Büderich eingeladen. Zudem wollen sie nach den Herbstferien eine deutschlandweite Crowdfunding-Aktion online ins Leben rufen, haben zusätzlich 10.000 Flyer gedruckt, die sie in Meerbusch verteilen wollen. Des Weiteren ist Hanne Jäger vom Bestattungsinstitut Jäger aus Osterath als Unterstützerin dazugestoßen. Tausend Euro hat sie selber gespendet. Sie unterstützt die Jugendlichen jetzt mit einer Aktion am Martins-Wochenende, vom 9. bis zum 11. November, bei der sie Meerbuscher Betriebe und Gaststätten dazu einladen, Spenden für den Skate- und Mountainbike-Park zu sammeln. „Das kann vielleicht ein Euro pro Gericht sein“, so Hanne Jäger.

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