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Solarenergie: Stadt Meerbusch macht mit beim "Wattbewerb"

Wettbewerb zur Förderung der Solarenergie : Wattbewerb: Die Stadt ist dabei

Parents for Future, der BUND und die Stadt werben für mehr Solaranlagen auf den Dächern in Meerbusch. Die Teilnahme am „Wattbewerb“ soll das beschleunigen.

Die Stadt Meerbusch hat sich auf Anregung der Parents for Future und BUND-Ortsgruppe entschieden, an dem bundesweiten „Wattbewerb“ teilzunehmen. Getragen wird Wattbewerb von Fossil Free Karlsruhe, Parents for Future, Fridays for Future und Scientists for Future Deutschland.

Die Akteure, Anja Kreitmeyer und Thomas Linn, meinen: „Die Energiewende braucht dringend neuen Schwung.“ Das findet auch Fossil Free Karlsruhe und hat deshalb bereits Anfang 2021 den Wattbewerb ins Leben gerufen. Die Herausforderung: Die Städte in Deutschland treten gegeneinander an, um auf ihrer Gemarkung eine Verdopplung der Kapazitäten von Solarstrom zu erreichen – das Stichwort lautet hier „Faktor2“.

Derzeit nehmen bereits 195 Städte und Gemeinden am Wattbewerb teil. Ihr gemeinsames Ziel: 100 Prozent erneuerbare Energien 2030. „Wir wollen, dass die Städte ihren Beitrag dazu leisten können, die Vereinbarungen im Pariser Klimaschutzabkommens einzuhalten“, so Thomas Linn. Mit der Offensive für Photovoltaik sollen alle mitgenommen werden, sich aktiv am Ausbau der lokalen Stromerzeugung zu beteiligen. Neben dem Ausbau auf städtischen Dächern gilt es Firmen, Gewerbe, Hauseigentümer*innen und Vermieter*innen dafür zu gewinnen, in Photovoltaik zu investieren. Alle Anlagen zählen dabei: Dachanlagen, überbaute Parkplätze, Balkonmodule, Freiflächenanlagen...

Da es sich beim „Wattbewerb“ um eine Aktion in ganz Deutschland handelt, können die Aktivist*innen in Meerbusch durch die bundesweite Vernetzung auf vielfältige Ideen zur Förderung des Photovoltaik-Ausbaues zugreifen und sich auch mit der Stadt Meerbusch dazu austauschen.

Durch die Zunahme an elektrisch betriebener Technik, von der E-Mobiliät bis zur weiteren Digitalisierung und dem Ausbau von Rechenzentren, würden nicht nur die bisherigen fossilen Energieträger ersetzt, sondern auch noch ein größerer Stromverbrauch abgedeckt werden müssen, sagt Thomas Linn. „Solarenergie hat noch ein riesiges ungenutztes Potenzial. In Meerbusch wird zurzeit nur ein Bruchteil der in Frage kommenden Dachflächen für die Produktion des Stroms mit Hilfe einer Photovoltaik-Anlage genutzt. Es gilt daher keine Zeit zu verlieren und den dezentralen Ausbau von Photovoltaik-Anlagen zu beschleunigen.“  Dabei sei es entscheidend, dass die Bürger*innen und die Stadt selbst die Initiative ergreifen und Verantwortung übernehmen, macht Linn deutlich.

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Die erneuerbaren Energiequellen zur Stromproduktion bestehen fast ausschließlich aus Wind und Sonne. Die Kosten für eine Photovoltaik-Anlage sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. „Damit bietet sie uns eine der günstigsten Möglichkeiten zur Stromproduktion, ohne die Abhängigkeit von Energieimporten und das Risiko von Preissteigerungen“, so Linn. Vorteile seien neben dem Kostenaspekt unter anderem aber auch die sofortige dezentrale Nutzbarkeit nach der Montage oder die Tatsache, dass die Dachfläche zur Montage der Anlagen bereits alle vorhanden sind.

Einen ersten Überblick über die Eignung und Produktionskapazitäten des eigenen Daches können Bürger*innen über das „Solarpotenzialkataster“ erhalten. Auf dieses kann man über die Internetseiten www.energieatlas.nrw.de und www.meerbusch.de zugreifen. Nach der Eingabe der eigenen Adresse lässt sich eine Photovoltaik-Anlage nach den individuellen Bedürfnissen und Vorstellungen als erste Informationsgrundlage selbst konfigurieren.

Im Mai finden zunächst Online-Vorträge zu Photovoltaik-Anlagen und Balkonmodulen statt. Alle interessierten Bürger*innen können sich hierzu anmelden. Der kostenlose Online-Vortrag zu den Balkonmodulen findet am 3. Mai von 19.30 bis 21 Uhr statt. Der Online-Vortrag zu den Photovoltaik-Anlagen läuft am 10. Mai von 19 bis 22 Uhr und kostet 17 Euro. Die Online-Vorträge werden über verschiedene Volkshochschulen organisiert. Interessierte Bürger*innen können sich zu diesen Kursen bei der Wattbewerbgruppe unter solar.meerbusch@t-­online.de (Ansprechpartner: Thomas Linn) anmelden. Fragen und Anregungen der Bürger*innen nimmt die Wattbewerbgruppe unter dieser E-Mail-Adresse ebenfalls gerne entgegen. Wer schon eine eigene Photovoltaik-Anlage besitzt, kann sich gerne melden, um als Ansprechpartner für einen Erfahrungsaustausch für andere interessierte Bürger*innen zur Verfügung zu stehen.