: Stabsstelle Strukturwandel

Was kommt nach der Braunkohle? Mit diesem komplexen Thema beschäftigt sich die neue Stabsstelle Strukturwandel in der Kreisverwaltung. Wichtig aus Sicht des Landrats: „Der Erhalt und die Schaffung neuer, auch industrieller Ausbildungs- und Arbeitsplätze.“

Im Kreishaus Grevenbroich an der Lindenstraße wurde das vierköpfige Team unter Leitung von Marcus Temburg vor wenigen Monaten gegründet. Die Stabsstelle arbeitet eng mit den Ämtern des Rhein-Kreises Neuss und den Kommunen, aber auch mit vielen externen Partnern zusammen.

Zentrale Einrichtung für die Fragen rund um den Strukturwandel in der Region ist die Zukunftsagentur Rheinisches Revier. „Wir alle müssen regional denken“, betont Temburg, zu dessen Team neben Verwaltungs-Mitarbeiterin Petra Paust auch Freiraumplanerin und Regionalentwicklerin Kristin Michelis und der Geograph Martin Mörtl gehören.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke umreißt die Ziele, die langfristig erreicht werden sollen: „Wichtig sind der Erhalt und die Schaffung neuer, auch industrieller Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Konkrete Projekte wie das ´ALU-Valley 4.0 Rheinisches Revier´ können unsere Region nach vorne bringen“, sagt Petrauschke. Das Strategiepapier, das der Kreistag einstimmig zum Strukturwandel im rheinischen Braunkohle-Revier verabschiedet hat, enthalte die wichtigsten Punkte: Dies seien eine jederzeit verfügbare und preisgünstige Energieversorgung, ausreichend Gewerbe- und Industrieflächen sowie eine flächendeckende 5G- und Breitbandversorgung, führt der Landrat aus.

Was will die Stabsstelle konkret erreichen? „Wir wollen mit dazu beitragen, unsere Region gesamtheitlich weiterzuentwickeln“, erläutert Marcus Temburg. „Im Mittelpunkt steht die Wirtschaft im Kreis und in der Region, aber dazu gehören ebenfalls weiche Standortfaktoren wie Bildung, Freizeit und Kultur.“ Temburg sieht seine Stabsstelle als Impulsgeber für den Kreis und für die Kommunen. Er weiß, dass dies eine Aufgabe auch für die nächsten Jahrzehnte sein wird. „Wir werden – sobald alle gesetzlichen Rahmenbedingungen feststehen – zusammen mit zahlreichen internen und externen Partnern konkrete Projekte erarbeiten und umsetzen“, betont der Leiter der Stabsstelle.

Dass das Thema Strukturwandel auch beim Bund ernst genommen wird, belegt die Summe der Fördergelder: Schon jetzt steht fest, dass die Bundesregierung bis zum Jahr 2038 bis zu 15 Milliarden Euro für den Strukturwandel im Rheinischen Revier bereitstellen wird.

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