: Stiftung gibt Rebecca Raum

In Erinnerung an ihre verstorbene Tochter Rebecca haben Stefanie und Christian Klausmeier 2016 die Rebecca Klausmeier Stiftung gegründet, die bereits viel Gutes bewirkt hat. Doch die Corona-Pandemie erschwert das Generieren von Spenden aktuell sehr und stellt die Stiftungsmitglieder vor neue Herausforderungen.

Im Dezember 2015 verstarb nach einem Unfall mit einer Straßenbahn in Meerbusch die damals 15-jährige Rebecca Klausmeier. Ihre Eltern, Stefanie und Christian Klausmeier, haben kurz nach dem Unglück eine Stiftung im Namen ihrer Tochter gegründet. „Verkündet haben wir unseren Plan bereits bei der Beerdigung“, erinnert sich Stefanie Klausmeier. Für sie trägt die Stiftung damals wie auch heute einen großen Teil zur Verarbeitung des Todes ihrer Tochter bei. „Die Stiftung bietet mir zum einen stets die Möglichkeit, über Rebecca zu sprechen“, betont sie. „Zum anderen gibt sie mir das Gefühl, dass das was Rebecca ausgemacht hat, ein Stück weit weiter lebt.“ Rebecca war ein großzügiger Mensch mit einem großen Herz, so die Mutter.

Mit der Stiftung haben Stefanie Klausmeier, ihr Ehemann und die sechs weiteren Botschafter schon viel Gutes bewirken können. Sie haben sich von Anfang an auf die Fahne geschrieben, das gesammelte Geld nicht „nur“ zu verteilen, sondern selbst tätig zu werden. „Unser Projekt soll stets ein Gesicht haben“, betont Stefanie Klausmeier. So ermöglichten sie bereits Kindern aus dem Umkreis, die in einem Kinderheim leben, Wünsche, die das Jugendamt nicht erfüllen beziehungsweise bezahlen kann. „Das waren Schlagzeugunterricht, ein Sprachkurs, Tennisunterricht oder auch eine Reittherapie für Kinder, die einen erhöhten Bedarf an Förderung benötigen“, erklärt sie. „Wir als Stiftung springen in solchen Situationen ein.“

 Stefanie Klausmeier und ihr Ehemann haben nach dem Tod ihrer Tochter eine Stiftung in ihrem Namen gegründet.
Stefanie Klausmeier und ihr Ehemann haben nach dem Tod ihrer Tochter eine Stiftung in ihrem Namen gegründet. Foto: Rebecca Klausmeier Stiftung

Auch die Unterstützung von In Via in Krefeld, ein Jugendhilfeträger, der junge Frauen und Männer in schwierigen Lebenssituationen unterstützt, hat sich die Stiftung zur Aufgabe gemacht. „Hier springen wir finanziell ein, fahren mit jungen Menschen einkaufen oder zum Arzt, wenn sie das alleine nicht schaffen.“

Bei all ihren Entscheidungen und Ideen stellt sich Stefanie Klausmeier stets die Frage, was ihre Tochter wohl dazu sagen würde. „Rebecca findet immer Raum in unserer Arbeit. Das alles wäre in ihrem Sinne.“

Währen die Mitglieder im vergangenen Jahr noch Spenden mit Hilfe des von ihnen organisierten Picknick im Park, einem Stand auf dem Maimarkt oder dem Weihnachtsmarkt generieren konnten, gestalteten sich Spendenaktion in diesem Jahr coronabedingt schwer. „Das Picknick im Park hätte es in diesem Jahr eigentlich wieder geben sollen, auf einem Weihnachtsmarkt können wir uns 2020 auch nicht präsentieren“, sagt die Stiftungsgründerin. Nur wenn sie genügend Spenden sammeln, können sie auch weiterhin Projekte umsetzen.

Den Kopf in den Sand stecken? Kommt für die Klausmeiers gar nicht in Frage. Wenn die Corona-Situation es zulässt, soll – wie jedes Jahr – für den guten Zweck gebastelt werden. „Rebecca hat das Basteln geliebt“, so Mutter Stefanie.