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Teilnehmer haben jede Menge Spaß bei Meerbuscher "Stadtranderholung"

Stadtranderholung : Kinder „super gut drauf“

Nach der unfreiwilligen Corona-Pause 2020 und 2021 wurde die Stadtranderholung von Meerbuschs Kindern in diesem Jahr noch stärker als sonst herbeigesehnt. In den vergangenen beiden Wochen sorgte der beliebte Ferienspaß am Sportplatz an der Pappelallee in Lank-Latum wieder für jede Menge gute Stimmung unter den Teilnehmern. Da wurde ordentlich gebastelt, gespielt und in die Pedale getreten, als ob das Verpasste der beiden Vorjahre nachgeholt werden sollte.

„Man merkt richtig, dass die Kinder hier nichts vermissen. Sie sind wirklich super gut drauf“, freut sich Beate Enzel, Organisatorin der Stadtranderholung, beim Besuch des Extra-Tipp am Sportplatz in der vergangenen Woche. Generell sei der Ferienspaß in diesem Jahr unheimlich friedlich verlaufen, so Enzel, die auch den Abenteuerspielplatz in Büderich leitet. „Sonst hatten wir immer auch mal kleinere Streitigkeiten, aber diesmal war das nicht so. Daran sieht man aber auch, wie froh die Kinder sind, dass endlich wieder etwas stattfindet, und wie positiv die gesamte Stimmung einfach ist.“

Bei dem breiten Angebot aus Spiel, Spaß und Kreativität blieben bei dem jungen Zielpublikum keine Wünsche offen. Eines der kreativen Highlights der zweiten Woche war etwa das sogenannte „Acrylic Pouring“, eine Kunsttechnik, bei der ganz individuelle und verrückt-bunte Bilder entstehen. Künstlerin Marlies Garthe, die die Kinder in diese Technik einführte und sie bei der Erstellung ihrer Kunstwerke anleitete, erklärt: „Beim Acrylic Pouring werden verschiedene Acrylfarben in einem Becher mit einem Bindemittel und mit einem Fließmittel zusammengegeben. Das Bindemittel sorgt dafür, dass die Farben stabil bleiben, das Fließmittel bewirkt hingegen, dass sie sich gut verbinden. Durch ein Silikonöl, dass ebenfalls hinzugegeben wird, entstehen dann Blasen, durch die sich sehr schöne Effekte erzielen lassen, wenn man den Becherinhalt auf die Leinwand ausgießt und durch Föhnen die Farben auf dem Bild verteilt.“ Am Ende hatten dann auch die Kinder eine ganze Galerie toller Kunstwerke mit ziemlich abgefahrenen Motiven geschaffen.

Neben weiteren Kreativangeboten wie etwa dem Erstellen von Batik-T-Shirts oder der Umgestaltung ausrangierter Kindergartenstühle – diese sollen am nächsten Weltkindertag versteigert werden – gab es natürlich auch noch viele weitere Aktivitäten. Klassiker wie Brennball und Fußball standen hier ebenso hoch im Kurs wie Kettcar-Rennen oder die Hüpfburg in der Turnhalle der Pastor-Jacobs-Schule, zumal die Besuche in letzterer auch häufig mit einem Abstecher in die Eisdiele verbunden wurden. Auch ein Tipi bauten die jungen Teilnehmer. Auf ein Motto habe man in diesem Jahr ganz bewusst verzichtet, sagt Beate Enzel. Vielmehr sollten die Kinder völlig frei entscheiden können, was sie jeden Tag machen wollen.

Insgesamt nahmen 60 Jungen und Mädchen in diesem Jahr an dem Ferienprogramm teil, unter ihnen auch fünf Kinder aus der Ukraine und fünf Flüchtlingskinder aus anderen Ländern, die über den Verein „Meerbusch hilft“ einen Platz erhalten hatten. Damit lag die Teilnehmerzahl weit unter den vergangenen Jahren, allerdings habe man sich bewusst dafür entschieden, diesmal weniger Plätze anzubieten, um der noch immer grassierenden Corona-Gefahr adäquat zu begegnen, so Beate Enzel. „Mit 120 Kindern können wir die Abstände – etwa im großen Zelt – sonst einfach nicht gewährleisten“, erklärt die Organisatorin. Klar habe die Entscheidung auch einige Proteste hervorgerufen, aber überwiegend hätten die Eltern hier sehr verständnisvoll reagiert.

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Betreut wurden die in fünf Zwölfer-Gruppen unterteilten Kids von drei Schulsozialarbeitern und zwölf ehrenamtlichen Helfern. Die jungen Leute zwischen 17 und 21 Jahren waren fast durchweg zum ersten Mal als Betreuer bei der Stadtranderholung im Einsatz, machten ihre Sache aber gut, wie Beate Enzel meint. „Wir hatten hier einige Wechsel, auch weil frühere Helferinnen und Helfer uns nicht mehr zur Verfügung standen. Aber das ist ja auch das Schöne, wenn man sieht, dass die jungen Leute, von denen ich einige bereits über den Abenteuerspielplatz kannte, mit ihren Aufgaben wachsen – auch wenn sie hier und da auch nochmal etwas Anleitung benötigen.“