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: VHS-Kunstprojekt kann weitergehen

: VHS-Kunstprojekt kann weitergehen

Nacht acht Wochen Unterbrechung geht das VHS-Kunstprojekt nun endlich in die Präsenzphase. Vier junge Künstlerinnen und Künstler arbeiten zum Thema „Wider den Werteverfall“, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.

Nach acht Wochen Coronabedingter Pause ist am Freitag, 15. Mai, das vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Kunstprojekt der VHS Meerbusch mit der ersten Präsenzphase angelaufen. Gearbeitet wird in 2020 zum Thema „Wider den Werteverfall – was zählt wirklich? Von der Auseinandersetzung über die Idee zur Form, Dokumentation und Ausstellung“. „Insgesamt vier Jugendliche des Städtischen Meerbusch Gymnasiums Strümp sind trotz Auszeit bei der Stange geblieben und jetzt ganz begierig darauf loszulegen“, freut sich VHS-Leiterin Béatrice Delassalle-Wischert. Sie zeichnet für den organisatorischen Teil des Projekts. Voraussetzung für die Projektdurchführung im VHS-Haus in Osterath sei unter anderem ein Hygieneplan gewesen, der nun auch strikt eingehalten werde, allerdings durch die strengen Auflagen auch viel vom „zusätzlichen Charme“, das eine solche Aktion bieten könne, verhindere.

Künstlerisch angeleitet werden die 15- bis 18-Jährigen von der Meerbuscher Künstlerin und Designerin Michaela Kura, die neben ihrer freischaffenden Tätigkeit auch jahrelange Erfahrung im Bereich des künstlerischen Gestaltens mit Kindern und jungen Erwachsenen aufweist. Das diesjährige Projektthema dreht sich um ein mehr denn je aktuelles Thema. Zunehmend ist vom Umbruch der Gesellschaft die Rede. Aber wer eigentlich ist diese Gesellschaft, was macht sie aus? „Die vier jungen Künstler gestalten und kreieren aus Pappmaché und Untergrundmaterial die „Säulen der Gesellschaft“, erklärt Michaela Kura. Jeder Projektteilnehmer wählt für ihn wichtige Werte, visualisiert sie als Säule, wobei jede Säule hinsichtlich Größe und Form variiert. Am Ende würden die Werte zueinander in Bezug gebracht, wobei Position und Präsentation die Tragfähigkeit und Gewichtung des jeweiligen Wertes spiegle. Am ersten Wochenende wurden von den Jung-Künstlern, Assana Ansari Khaledi, Emma Hülsemann, Zara Dogan sowie Matteo Heekeren, Meinungsfreiheit, Frieden, Glaube und Respekt gewählt. Das Projekt hätte bereits am 20. März 2020 mit der Präsenzphase starten sollen, machte dann aber aufgrund von Corona die „Zwangspause“, in der die Schüler der Jahrgangsstufen 10 und 11 allerdings online mit Arbeitsmaterial versorgt wurden.

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Vorgesehen ist der Abschluss des Kunstprojekts für den 21. Juni. „Was dann noch geklärt werden muss, ist, ob tatsächlich, wie ursprünglich geplant, eine Ausstellung unter Corona-Bedingungen nach den Sommerferien stattfinden wird, oder ob wir möglicherweise in den virtuellen Raum ausweichen“, sagt Delassalle-Wischert.

Insgesamt beteiligen sich an der Initiative des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW aktuell 13 Bildungseinrichtungen.