: Wildsamen streuen erlaubt

Turnusgemäß hat die Straßenmeisterei Meerbusch einige Grünstreifen an Fahrbahnen im Stadtgebiet „gefräst“. Jetzt liegt dort einfach nackte Erde. Dürfen da bienenfreundliche Wildblumensamen und Pflanzen gesät und gesetzt werden? Auf Anfrage des Extra-Tipp Meerbusch sagt straßen.nrw: „Da haben wir nichts gegen.“

Es sieht aktuell einfach nur tot aus: Mindestens an der Umgehungsstraße in Osterath und an der Osterather Straße in Strümp war die Straßenmeisterei Meerbusch von straßen.nrw im Einsatz und hat die Grünstreifen „gefräst“. „Hässlich und nicht schön“, meldeten sich direkt mehrere Leser in der Redaktion des Extra-Tipp Meerbusch und wollten dabei direkt auch wissen, was nun geschieht. „Korrekter ist der Begriff ’abgeschalt’“, sagt David Burkhardt von der Stadt Meerbusch auf Anfrage. Alle Jahre wieder würde dies die Straßenmeisterei machen. Und das hat seinen Grund: „Das dient der Straßenentwässerung“, erklärt Susanne Schlenga von straßen.nrw. In den Jahren würde sich auf den Streifen immer mehr Ablagerungen ansammeln, so dass das Wasser nicht mehr richtig abfließen könne. In einem bestimmten Rhythmus würde dies rund alle fünf Jahre geschehen. Nun würde die Natur die Begrünung übernehmen. Eine Einsaat nimmt straßen.nrw nicht vor. „Am Anfang landen dort durch Lufteinsaat auch bienenfreundliche Pflanzen, aber mit den Jahren wird sich das Gras wieder durchsetzen.“ Und erreicht diese Bepflanzung eine bestimmte Höhe, würde die Straßenmeisterei dort mähen, um die Straßensicherheit zu gewährleisten. Allerdings: Was wäre, wenn Meerbuscher dort nun an diesen perfekten Aussaattagen mit einem Wechsel von Regen und Sonne selber bienenfreundliche Wildblumensamen oder Pflanzen säen oder setzen? „Da haben wir nichts gegen“, sagt Susanne Schlenga von straßen.nrw mit einem Schmunzeln. „Nur Geranien oder Palmen sollten da nicht hin.“ Na, dann – auf geht’s ...

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