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Mundartstammtisch Lank traf sich jetzt wieder

Mundart : Endlich wieder Mundart sprechen

Nach 18-monatiger Corona-bedingter Zwangspause hatte der Heimatkreis Lank erstmals wieder zum Mundartstammtisch in die Gaststätte Haus Latum geladen.

Die zuvor festgelegte maximale Teilnehmerzahl von 40 Personen wurde dabei komplett ausgeschöpft. Allen Teilnehmern und auch den beiden Moderatoren Jürgen Fallack und Reiner Cziczkus waren die Erleichterung und die Freude förmlich anzusehen, dass es nun endlich wieder mit der beliebten Mundartreihe weitergehen konnte.Dementsprechend war die Frage: „Wat häss Du dann em Lockdown gemäkd?“ ein zentrales Element.

Kurzerhand wurden hier wieder alle Manuskripte aus der Hand gelegt und es entwickelte sich „op Platt“ ein kurzweiliger und intensiver Austausch zwischen Fallack, Cziczkus, dem Heimatkreisvorsitzenden Franz Jürgens und noch etlichen anderen Anwesenden.

  • TSV Orga Teamleiter Dieter Schmitz (Mitte)
    Lank Läuft - ein voller Erfolg : Musik und Sport in Lank-Latum
  • Jörg Wartchow, Franz-Josef Jürgens und Silke
    Heimatkreis Lank : Besuch beim Bürgermeister
  • Das St. Elisabeth-Hospital Meerbusch-Lank hat nun auch einen QR-Code zur Geschichte des Hauses. Es freuen sich Initiator Olaf Götschenberg sowie Geschäftsführerin Silke Felkl (beide Heimatkreis Lank) und Julia Held (Kaufmännische Direktorin des Krankenhauses).
    : Mit QR-Code zur Geschichte

In Rückbesinnung auf die ersten Mundartstammtische der Anfangsjahre mit dem Latumer Original Karl Münks wurden dieser Art von freier Unterhaltung in der heimischen Mundart mit den Stammtisch-Teilnehmern wieder größere Freiheiten eingeräumt. Nicht nur die persönlichen Erlebnisse in der Corona-Zeit wurden gemeinsam erörtert, auch die Erfahrungen mit den heimischen Bauernläden wurden dieses Mal auf witzige Art in typischen „Stammtischmanier“ erzählt und kommentiert.

Natürlich durften die insbesondere seit der Amtszeit von Vorgänger-Mundartpapst Johannes Toups beliebten Mundartbeiträge, Geschichten, Gedichte und Lieder dieses Mal nicht fehlen. Erstmals als Gastrednerin mit von der Partie: Margret Herbst mit ihrem Vortrag über „dä Mömmes“, der ebenfalls bei den Zuhörern sehr gut ankam. Auswärtige Unterstützung im Rahmenprogramm bekamen Fallack und Cziczkus vom „Börker“ Mundartspezialist Hans Spennes, der eine „Familienjeschichte“ und „Oss Henni hät et möt de Niere“ vortrug. Die zwischenzeitlichen Gesangseinlagen, wie beispielsweise das Lied „Mooder, Mooder minne Mähling es dood“, wurden zudem gekonnt von Walter Schmedders, Josef Schroers und Frank Scholzen vom Männerchor begleitet. Dass der Mundartstammtisch eigentlich eine Bildungsveranstaltung ist, wie Alt-Heimatkreis-Baas Franz-Josef Radmacher im letzten Jahr betonte, wurde von Cziczkus (Abitur-Jahrgang 1984) unter Beweis gestellt. Er konjugieren kurzerhand op Platt die Verben „jriene“ und „krupe“.

Alle Anwesenden freuten sich über den kurzweiligen und lustigen Abend, der dank bestem Wetter erstmals „Open-Air“ im Biergarten stattfinden konnte. Der nächste Stammtisch ist für den 13. Dezember geplant.