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Rheincamping Meerbusch unter Wasser

Rheincamping Meerbusch : Campingplatz unter Wasser

Den Campingplatz in Langst-Kierst hat das Hochwasser getroffen: Meterhoch stand dort das Wasser, Dauercamper und Urlauber konnten rechtzeitig evakuiert werden. Ende Juli soll wieder geöffnet werden.

Noch vor ein paar Tagen stand das Wasser auf dem Rheincampingplatz Meerbusch meterhoch – mittlerweile sind es nur noch ein paar Pfützen und der matschige Rasen, die an das Hochwasser erinnern. „Am Dienstag ist das Wasser größtenteils abgesickert“, sagt Rainer Breitbach, der den Campingplatz mit seinem Partner Markus Brix betreibt. Mit Hilfe ihres Teams versuchen sie seit Tagen ihren Campingplatz am Rhein in Langst-Kierst wieder auf Vordermann zu bringen. Auch wenn die Hochwasserkatastrophe Meerbusch größtenteils verschont hat, hat sie nicht vor dem beliebten Campingplatz für Dauercamper und Urlauber Halt gemacht.

Doch glücklicherweise kam das Wasser für die Betreiber nicht unerwartet: „Wir standen bereits im Kontakt mit der Hochwasserschutzzentrale und konnten erahnen, dass der Wasserpegel im Rhein immer mehr ansteigt und auch der Niederschlag einfach massiv war“, erklärt Rainer Breitbach.

  • Unser Foto zeigt das Redaktionsteam von „Nierst Aktuell für Kids“. Unterstützt werden die Kinder von sechs Erwachsenen.
    : Zeitschrift von Kindern für Kinder
  • Feuerwehr Meerbusch
    Feuerwehr Meerbusch : Lebensgefährliche Abkühlung im Rhein
  • Michael Assenmacher (v.l.), Technischer Beigeordneter der Stadt Meerbusch, Alexandra Schellhorn, Stadtmarketingbeauftragte und Dana Frey, Stabsstellenleiterin Umwelt und Klimaschutz vor einer der neuen Hinweistafeln. Die Schilder zeigen, je nach Standort, jeweils drei Routenvorschläge, die auch in der Fahrradbroschüre „Fahr mit durch Meerbusch“ zu finden sind.
    : Tafeln weisen den Weg

Dauercamper und auch Urlauber wurden daraufhin evakuiert und konnten all ihr Hab und Gut retten. Auch die Betreiber hatten die Möglichkeit noch einige teure und notwendige Gegenstände zu sichern, bevor das Wasser den Platz erreichte. „Im Gegensatz zu so vielen Menschen in anderen Ecken Deutschlands hatten wir da großes Glück“, weiß Rainer Breitbach sein Glück im Unglück zu schätzen.

Gelitten haben allerdings die Sanitäranlagen und Verwaltungsgebäude. „Die Gebäude waren voller Wasser, Matsch und Dreck“, sagt Rainer Breitbach. Noch gibt es einiges zu tun auf dem Campingplatz. „Wir möchten an diesem Wochenende gerne die Strandbar wieder öffnen – da müssen wir uns beeilen“, betont er. Denn auch die Strandbar wurde vom Rhein nicht verschont.

Doch Rainer Breitbach und Markus Brix denken erst gar nicht ans aufgeben. Besonders froh sind sie  über die tatkräftige Unterstützung, die sie aus der Umgebung erhalten haben. Ein besonderes Dankeschön richten die Betreiber an die Nachbarn in Langst-Kierst, Landwirt Frank Neukirch, Bauer Rainer Roos, Landwirt Jürgen Hilgers, den Landhandel Bolten, Landtechnik Deußen, an das Wasser- und Schifffahrtsamt und das Ordnungsamt Meerbusch. „Ohne sie wären wir definitiv nicht nur mit einem blauen Auge davon gekommen“, ist er sich sicher.

Ab Ende Juli sollen bereits wieder die ersten Urlauber auf dem Campingplatz eintreffen können, Dauercamper müssen sich noch ein wenig länger gedulden.