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Bündnis Fair Fahren in MG beteiligt sich an Aktionstag #ausgeliefert

Mönchengladbacher Bündnis Fair Fahren beteiligt sich : Heute Aktionstag #ausgeliefert

Das Mönchengladbacher Bündnis Fair Fahren beteiligt sich am heutigen Donnerstag, 2. September, am bundesweiten Aktionstag #ausgeliefert: Auf den Parkplätzen vor dem Amazon Logistikzentrum will das Bündnis ab 13 Uhr auf „prekäre Arbeitsbedingungen bei Lkw-Fahrer*innen im Transport und Paket-Kurieren in der Zustellung“ aufmerksam machen.

Mit bundesweiten Aktionstagen machen die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), der DGB sowie mehrere Beschäftigten-Beratungsnetzwerke unter dem Hashtag #ausgeliefert auf die prekären Arbeitsbedingungen von Zusteller*innen und Lkw-Fahrer*innen bei Amazon aufmerksam. An den bundesweiten Aktionstagen vom 1. bis 4. September 2021 beteiligt sich auch das Bündnis Fair Fahren in Mönchengladbach, einem Zusammenschluss der Beratungsstelle Arbeit Mönchengladbach, der Stiftung Volksverein, der Betriebsseelsorge Mönchengladbach, dem DGB Stadtverband Mönchengladbach, Beratungsnetzwerke „Faire Mobilität“ und „Faire Integration“ sowie das Beratungsnetzwerk „Gute Arbeit“ von Arbeit und Leben und der ver.di Bezirk Linker Niederrhein angehören.

Am heutigen Donnerstag, 2. September, soll es auch eine Aktion in Mönchengladbach-Rheindahlen bei Amazon geben. „Den Preis für die sprudelnden Gewinne des weltgrößten Online-Händlers bezahlen auch die Kolleginnen und Kollegen, die Waren und Pakete transportieren und zustellen, und zwar mit prekären Arbeitsbedingen bei Subunternehmen, als Solo-Selbständige oder als LKW-Fahrer. Wir fordern Amazon auf, diese Beschäftigten direkt bei sich anzustellen“, sagt Hans-Werner Quasten von der Stiftung Volksverein. „Unabhängig davon brauchen wir mehr Kontrollen in der gesamten Branche durch die Behörden, damit Verstöße gegen das Mindestlohngesetz, das Arbeitszeitgesetz oder das Arbeitnehmerentsendegesetz entdeckt und geahndet werden. Es kann nicht sein, dass der boomende Online-Handel, der kostenfreie Lieferungen und Rücksendungen bietet, auf der Ausbeutung von Menschen beruht“, sagte Rainer Ostwald von der Katholischen Betriebsseelsorge. Bei der Aktion in Mönchengladbach werden vor Ort Betroffene Lkw-Fahrer*innen informiert und über ihre Rechte aufgeklärt, und zwar in verschiedenen Sprachen. Auch ver.di Gewerkschaftssekretär Ronny Keller wird aus Berlin anreisen, um die Aktion zu unterstützen. Gladbacher Politiker sollen ebenfalls ihr Interesse bekundet haben. Treffpunkt ist um 13 Uhr Parkplätze vor dem Logistikzentrum, Hamburgring 10 in Rheindahlen.