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Diabetes-Team im Bethesda sensibilisiert für Frühdiagnostik

Weltdiabetestag am 14. November : Expertinnen im Bethesda klären auf

Im Evangelischen Krankenhaus Bethesda der Johanniter in Mönchengladbach möchte das Diabetes-Team mit der Diabetologin Dr. Daniela Fistic und der Diabetesberaterin Patricia Fischer am Weltdiabetestag am 14. November besonders für die Frühdiagnostik der Zuckerkrankheit sensibilisieren.

„Mit einer optimierten Blutzuckereinstellung wird die Prognose und Lebensqualität wesentlich gebessert, zudem konnten Studien deutlich zeigen, dass eine gute Blutzuckereinstellung auch im Umfeld von Operationen und bei intensivmedizinischer Behandlung die Prognose hochsignifikant verbessert wird“, erläutert Dr. Daniela  Fistic (Diabetologin DDG).

Bei Diabetes, im Volksmund auch Zuckerkrankheit genannt, handelt es sich um eine der häufigsten Stoffwechsel-Erkrankungen überhaupt. Diese kann zu chronischen Überzuckerungen führen, welche mit der Zeit die Gefäße und verschiedenste Organe angreifen. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie sind entsprechend das A und O.

„In unserer Notaufnahme haben wir häufig Patienten, die notfallmäßig aufgrund einer Unter- oder Überzuckerung eingeliefert werden“, berichtet Dr. Daniela Fistic. Aufgrund eines schlecht eingestellten Diabetes kann es zu schweren Komplikationen kommen, die nicht selten intensivmedizinisch behandelt werden müssen.

Als chronische Erkrankung beeinflusst Diabetes mellitus zudem auch die Genesung bei anderen Erkrankungen. Die Zahl der Betroffenen in Klinken ist besonders hoch. Etwa 40 Prozent der über 50-Jährigen, die in Kliniken behandelt werden, leiden an Diabetes mellitus. Im Rahmen von Operationen oder Untersuchungen sowie bei entzündlichen Erkrankungen kann es zu Veränderungen der Blutzuckerwerte kommen. Auch einige Medikamente haben Auswirkungen auf den Blutzucker.

Insbesondere durch einen schlecht eingestellten Diabetes können zum Beispiel die Infektneigung, aber auch die Wundheilung negativ beeinflusst werden. „Ebenso können Folgeerkrankungen des Diabetes, wie zum Beispiel Gefäß- oder Nervenschäden, einen Einfluss auf die Genesung haben“, erklärt die Expertin.

Vor, während und nach einem geplanten Eingriff sollte der Blutzucker möglichst im Normalbereich liegen, wobei die Zielwerte in der Klinik nicht immer den Zielwerten von Zuhause entsprechen Zu hohe Werte schwächen das Abwehrsystem und erhöhen die Infektionsgefahr während der Operation. Unterzuckerungen sollten jedoch unbedingt vermieden werden.

Die Diabetes-Exertinnen des Bethesda Krankenhauses unterstützen Patienten, wenn es um die Einstellung ihrer Blutzuckerwerte während des Krankenhausaufenthaltes geht. Hierzu gibt es enge Kooperationen zwischen der Diabetologin, der Diabetesberaterin und den medizinischen Kliniken des Hauses. Wichtige Maßnahmen sind außerdem Schulungen für Patienten und Pflegepersonal sowie eine regelmäßige diabetologische Visite auf der Intensivstation.