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Eickener Karnevalsgesellschaft „Schöpp op“ spendet für Ahrtal

Für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe im Ahrtal : Schöpp op spendet 660 Euro

Auf seiner diesjährigen Weihnachtsfeier hat die Eickener Karnevalsgesellschaft „Schöpp op“ 660 Euro für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe im Ahrtal gesammelt.

Durch langjährigen Kontakt zur Familie Schultz, die den Campingplatz in Altenahr geführt hat und nun ebenfalls vor dem Aus steht, war die EKG Schöpp op auf die Flutopferhilfe Kreuzberg e.V. aufmerksam geworden. Bei der coronakonformen Weihnachtsfeier wurde dann gesammelt. 660 Euro kamen für die Opfer der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal zusammen. Der Einladung, die Spende persönlich zu überreichen, folgten Freddy Otten, 1. Geschäftsführer, und Hans Reinartz, 1. Vorsitzender der EKG Schöpp op, und machten sich am Samstag, 18. Dezember, auf den Weg.

„Bereits auf der Fahrt machten wir uns Gedanken darüber, wie es wohl aktuell dort aussehen mag“, erzählt Otten. „Aber ist tatsächlich noch viel, viel schlimmer als alles, was wir uns gedanklich ausgemalt hatten! Von 150 Häusern in Kreuzberg wurden 110 Häuser massiv beschädigt oder weggerissen.“ Durch die Kraft des Wassers waren Häuser einfach weggetrieben worden, habe Arthur Schultz geschildert. Und dass er heilfroh sei, dass er alle Besucher des Campingplatzes, ermutigen konnte, abzureisen. Er wolle gar nicht daran denken, wie viele weitere Menschen gestorben wären...

„Wir spürten die Fassungslosigkeit und Trauer über das Geschehene“, beschreibt Reinartz. „Herr Schultz erzählte uns, dass Menschen miterleben mussten, wie ihre Partner regelrecht mitgerissen wurden von den Wassermaßen.“

Die staatlichen Hilfen liefen indes nur sehr schleppend und reichten nicht aus, um tatsächlich aufzubauen. Dankbar und zuversichtlich habe Arthur Schulz jedoch von den vielen Helfern aus allen Himmelsrichtungen berichtet. Inzwischen habe man beschlossen, Winterpause zu machen, der Frost mache es unmöglich, mit der Instandsetzung der Orte weiterzumachen.

„Nach den erschütternden, aber auch zuversichtlichen Erzählungen, fuhren wir gemeinsam in den Ort, um unsere Spende zu überreichen“, fährt Reinartz fort. „Wir haben Brücken gesehen, die durch die Wassermassen eingerissen worden waren, Häuser, an denen weit über unseren Köpfen zu sehen war, wie hoch das Wasser tatsächlich stand.“

 In einer notdürftig hergerichteten Gaststätte hätten sich die Anwohner in Kreuzberg einen Treffpunkt errichtet. Ein Weihnachtsbaum und weihnachtliche Deko an kahlen Wänden sorge für ein wenig „Gemütlichkeit. Hier werde für alle Helferinnen und Helfer gekocht.

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Das Geld der EKG Schöpp op schließlich sei an eine junge Mutter zweier Söhne gegangen, die mit ihrem Ersparten ein altes Fachwerkhaus hergerichtet habe, um für sich und ihre Kinder ein Zuhause zu schaffen. „In ihrem Haus gibt es nichts mehr! Alles musste bis auf den Grund raus. Was blieb ist die Zuversicht, dass ihr Haus nicht abgerissen werden muss“, so Otten. Aktuell lebe die Familie in einer Ferienwohnung. „Wir werden es schaffen!“, habe sie gesagt. Und: „Vielen Dank, dass ihr uns nicht vergesst!“

Die EKG Schöpp op bittet im Namen aller Betroffener um Spenden an die Flutopferhilfe Kreuzberg e.V. Mehr Info unter www.kreuzberg-ahrtal.de