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Felix Heinrichs nimmt Stellung zu offenem Brief

Radschnellverbindung : OB Heinrichs: Keine Alleingänge

Eine Radschnellverbindung von Krefeld über Willich bis nach Mönchengladbach schließe eine Verlängerung der S28-Bahnlinie nicht aus. Das hat Oberbürgermeister Felix Heinrichs schriftlich dem Fahrgastverband PRO Bahn und VCD Verkehrsclub Deutschland mitgeteilt, die in Form eines offenen Briefes vor einer Priorisierung der in weiten Teilen auf oder entlang der ehemaligen Bahntrasse geplanten Radschnellverbindung gewarnt hatten.

.  „Die Bahnfläche wird im Zuge des Planfeststellungsverfahrens auch auf die Bedarfe einer zukünftigen S 28-Verlängerung beplant. Das bedeutet also nicht, dass zukünftig kein Bahnverkehr mehr möglich ist, insofern werden mit dieser Entscheidung keine Fakten geschaffen“, so der Oberbürgermeister, der jetzt auf den offenen Biref von PRO Bahn und VCD reagiert hat (Extra-Tipp berichtete). Das sei das übliche Verfahren.

Zur Realisierung der Radschnellverbindung sei im Mönchengladbacher Stadtgebiet der Grunderwerb von Flächen der Deutschen Bahn AG erforderlich. Der zuständige Ausschuss für Planen, Bauen und Stadtentwicklung der Stadt hatte die Stadttochter EWMG beauftragt, die für eine Realisierung des Radschnellweges erforderlichen Flächen zu erwerben. „Dieser Sachverhalt ist allen Projektpartnern bekannt und wurde auch in diversen Planungsbesprechungen zur Machbarkeitsstudie ausführlich thematisiert“, erklärt der erste Bürger der Stadt. Mönchengladbach suche auch weiterhin den Schulterschluss mit den beteiligten Kreisen und Kommunen und setzt auf ein ganzheitliches Maßnahmenpaket. Gerade im Hinblick auf die Klimaziele 2050 solle der Modal Split verbessert und Defizite im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) abgebaut werden. Die S28-Verlängerung sei Teil dieses Maßnahmenpaketes.

Heinrichs hofft auf einen engen Austausch in Form von Arbeitskreisen, die die für eine Mobilitätswende erforderlichen Maßnahmen definieren. Darauf aufbauend könnten die beteiligten Kommunen und Kreise einen „Letter of Intent“ unterschreiben. „Alleingänge helfen keinem weiter. Nur gemeinsam können wir die Mobilitätswende nachhaltiger und attraktiver gestalten.“ Gemeinsam mit den Städten Krefeld, Willich und Mönchengladbach, dem Kreis Viersen und der BahnflächenEntwicklungsgesellschaft des Landes NRW (BEG) werde eine Radschnellverbindung von Krefeld über Willich nach Mönchengladbach geplant. Die unter Federführung der BEG initiierte Projektgruppe habe mit einem externen Gutachter eine Machbarkeitsstudie zur Umsetzbarkeit der Radschnellverbindung erarbeitet. Dabei sei die Verlängerung der Regiobahn S 28 nach Viersen ausdrücklich berücksichtigt worden. Laut Studie sei sowohl die Realisierung der Radschnellverbindung als auch die S 28-Verlängerung als Linienbündelung nebeneinander umsetzbar.

Nach dem derzeitigen Planungsstand verlaufe die Trasse der Radschnellverbindung nördlich parallel neben der Trasse der Regiobahn S 28 und quere diese im Bereich nordöstlich der Donker Straße. Die Machbarkeitsstudie sei im Frühjahr 2020 in den politischen Gremien der Städte Krefeld, Willich und Mönchengladbach sowie des Kreises Viersen beraten worden. Aus allen politischen Gremien sei der Beschluss, die Planung für die Radschnellverbindung fortzuführen gekommen. Im Laufe der anstehenden Planungsschritte würden die beteiligten Kommunen sowie die politischen Gremien in den Prozess einbezogen.