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Internationaler Militärwettkampf in Rheydt

Bundeswehr und Reservisten laden am 1. Oktober nach Rheydt ein : Internationaler Militärwettkampf mit Pfau

Bundeswehr und Reservisten laden am 1. Oktober zum internationalen Militärwettkampf mit buntem Rahmenprogramm nach Rheydt ein.

Bleibt es bei der Landung des Rettungshubschraubers um 11.30 Uhr? Wie viele Liter Erbsensuppe sollen für die Besucher gekocht werden? Wo stellen wir den zweiten Kletterturm für jedermann hin? Für die Organisatoren, die an diesem Morgen vor der Ritterwiese des Schlosses Rheydt stehen, tun sich noch viele Fragen auf. Das alles muss bis Samstag, 1. Oktober, noch dringend geklärt werden. Denn das Schloss Rheydt wird an diesem Tag vermutlich der sicherste Platz in ganz Deutschland sein: Mehrere hundert Soldaten, Polizeibeamte, Feuerwehrleute, der Zoll, das Technische Hilfswerk, Justizmitarbeiter und Rettungsdienste sind den ganzen Tag über rund um das Wasserschloss präsent – als Teilnehmer des „38. Internationalen Mönchengladbacher Militärwettkampfes“. Angeschlossen ist wieder ein bunter „Tag der Begegnung mit der Bundeswehr“ für die ganze Familie.

Über die größte Herausforderung an diesem Tag freuen sich die Organisatoren: 64 Teams aus acht Nationen haben sich diesmal angemeldet, so viele wie lange nicht mehr. Doch wie bekommt man alle angemeldeten 256 Wettkämpfer noch vor Einbruch der Dunkelheit über die Marschstrecke mit ihren insgesamt 14 Stationen? Darüber beraten Markus Guhl und Markus Stops, zwei der Mönchengladbacher Reservisten, die bereits seit Jahrzehnten ehrenamtlich in der Organisation dieses größten und ältesten Militärwettkampfs in Europa mitwirken, gemeinsam mit Oberstleutnant Thorsten Fey vom Landeskommando Nordrhein-Westfalen aus Düsseldorf. Denn mehr als 50 Teams wollten die Veranstalter eigentlich zunächst nicht aufnehmen. Und nun melden sich plötzlich noch italienische Carabinieri an …

„Besonders gut gelungen ist diesmal das Musikprogramm von 11.30 Uhr bis in den Abend im Innenhof des Schlosses“, findet Thorsten Fey und hofft, dass möglichst viele Besucher am Veranstaltungstag die legendäre Erbsensuppe der Bundeswehr kosten, die am Mittag im Innenhof gegen eine Spende für eine soziale Einrichtung ausgeschenkt wird.

Bereits 1983 hatte eine kleine Gruppe Gladbacher Reservisten die Idee zu dieser internationalen Begegnung, 1984 fand der erste IMM statt. „Fast 6 400 Wettkämpfer haben wir bislang betreut, darunter aus Neuseeland, Nepal und der Mongolei“, berichtet Hauptmann der Reserve Stops, der Leitende des Wettkampfs. Politik möchte Stops außen vorlassen. Aber die Veranstaltung sei natürlich auch ein klares Bekenntnis zur westlichen Verteidigungsallianz, für Frieden, Freiheit und Sicherheit eng zusammenzustehen. „Die Weltlage macht uns dieses Jahr drastischer denn je bewusst, wie wichtig Verständigung und Partnerschaft sind. Der IMM ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie das über den Sport gelingt, wenn wir hier bei uns die Tore öffnen und Brücken bauen zwischen Freunden und Verbündeten: beim Kampf gegen die Stoppuhr genauso wie bei der gemeinsam verbrachten Zeit dazwischen und danach“, schreibt Verteidigungsministerin Christine Lambrecht in einem Grußwort. Sie stiftet den Siegerpreis: einen handsignierten Zinnteller, der gerade in Mönchengladbach eingetroffen ist. Einen Pokal stiftet auch der Schirmherr des IMM, Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

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Eng ist seit fast vier Jahrzehnten die Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen und Rettungsdiensten. Auch in diesem Jahr unterstützen das Technische Hilfswerk (THW), die Johanniter Unfall Hilfe (JUH) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) tatkräfig dabei, anspruchsvolle Wettkampfstationen rund um das Schloss aufzubauen.