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Jochen Klenner, MdL CDU, hatte wieder zur Videokonferenz geladen

Videokonferenz zur Coronalage : Hausarzt-Praxen völlig überlastet

Der Landtagsabgeordnete Jochen Klenner hatte anlässlich der Coronazahlen am Mittwochabend einmal mehr zur Videokonferenz eingeladen. Ärzte, Politiker, Vertreter*innen von Kitas und Pflegeeinrichtungen, interessierte Bürger*innen, sowie Politiker tauschten sich aus zur aktuellen Corona-Lage. Wir haben reingehört.

Wie mmer, wenn der CDU-Landtagsabgeordnete Jochen Klenner in Sachen Corona zur Videokonferenz einlädt, hatten sich am Mittwochabend viele Interessierte zugeschaltet. Es ging um die Coronalage. Die Zahlen der Corona-Infizierten seien gestiegen, die der Intensivpatienten aber zum Glück stabil, so Prof. Dr. Huan Nguyen, stellvertretender Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Medizinischen Klinik am Eli. Da man sich regelmäßig mit Vertretern aller vier Krankenhäuser in Mönchengladbach und der Herzpark-Klinik treffe, könne er in dieser Sache für alle sprechen. „Planbare Operationen können in allen Häusern bislang wie geplant durchgeführt werden“, so Nguyen. Instabil sei hingegen die Situation beim Pflegepersonal. Es gebe deutlich weniger Pflegepersonal als während der letzten Welle. So habe man noch ausreichend viele Beatmungsplätze, aber kein Personal, dass diese bedienen könne. Wenn die Situation so bleibe, könne man sie aber gut beherrschen.

Notstand dagegen sei in den völlig überlasteten Hausarztpraxen, so Prof. Nguyen. Da die in der Regel viel Vorarbeit leisteten für die Notaufnahmen der Kliniken, würde sich die Krise auch in den Krankenhäusern bemerkbar machen. Hier müsse man möglicherweise noch einmal die Hilfe der Bundeswehr erbitten.

Bislang dürfe auch jeder Patient täglich eine Stunde Besuch haben. Mit 60 bis 70 Prozent seien überwiegend Ungeimpfte auf den Intensivstationen in Mönchengladbacher Krankenhäusern. Während Geimpfte mit Coronadurchbruch auf der Intensivstation durchschnittlich über 70 Jahre alt seien, wäre das Alter bei den Ungeimpften ab 50.

Auch das Thema Impfpflicht  kam in der Diskussion auf. „Die Lage ist etwa in Sachsen wirklich dramatisch“, so CDU-Staatssekretär Dr. Günter Krings, der sich ebenfalls dazu geschaltet hatte. Die Welle zöge sich von Südosteuropa in den Westen und habe bei uns den Zenit noch nicht erreicht. Er könne nicht nachvollziehen, dass die epidemische Lage nicht verlängert worden sei und sehe für diese vierte Welle das Thema Impfpflicht nicht mehr als relevant an, da sie zu spät komme. Holger Malenkowski von der Bundeswehr sah das ein bisschen anders, immerhin hätten Geimpfte auch nach der ersten Impfung schon einen Grundimpfschutz. „Ich befürchte, dass eine riesige Welle auf uns zu rollt“. Er bedauerte, dass er bisher außer dem MKV-Ehrenpräsidenten Bernd Gothe keine Gladbacher Prominenten fürs Impfen habe werben sehen.

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⇥Foto: Kliniken
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Erfreulich hoch sei die Zahl der Geimpften bei der Sozialholding, so Geschäftsführer Helmut Wallrafen. 99 Prozent der Bewohner*innen seien vollständig geimpft, 98 Prozent des Personals ebenso, bei Verwaltung und Zentralküche seien es sogar 100 Prozent.  Zur Zeit stehe die Boosterimpfung für die Bewohner*innen an. Trotzdem sei die Situation natürlich belastend: „Die Oldies hatten sich schon so auf Karneval gefreut“.