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Am Brunnenhof in Mönchengladbach haben die Arbeiten begonnen.

Arbeiten zur Neugestaltung haben begonnen : Startsignal am Brunnenhof

Um das Vorhaben des Münster-Bauvereins, den Brunnenhof an Münsterkirche und Rathaus neu zu gestalten, war es in den vergangenen Monaten – zumindest nach außen – recht ruhig geworden. In dieser Woche jedoch begannen endlich die Vorarbeiten.

Bereits im April war dem Münster-Bauverein durch das NRW-Heimatministerium eine großzügige Förderung für das Projekt zugesagt worden (der Extra-Tipp berichtete). Bevor allerdings die Bagger anrollen konnten, galt es, die Bauanträge zu stellen und sich mit der Inklusionsbeauftragten und der Denkmalpflege abzusprechen. Schließlich soll der neue Brunnenhof, von dem sich die Köpfe hinter dem Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Revitalisierung der Innenstadt erhoffen, sowohl barrierefrei sein als auch die historisch schützenswerten Elemente der Anlage bewahren.

All diese Prozesse dauerten ihre Zeit. Aber nun sind die Bauanträge genehmigt und die Arbeiten können losgehen, wie Anne Baus und Annette Bonin, die das Projekt beim Münster-Bauverein an vorderster Front betreuen, in dieser Woche bei einer Ortsbegehung verkündeten.

„Mehrfach haben mich schon Leute angesprochen und gemeint, dass sich in der Sache ja gar nichts mehr tue und das Areal einfach nur zuwuchere“, berichtet Anne Baus. Umso zufriedener sei man, dass die Vorarbeiten jetzt begonnen haben und man endlich auch an die Ausschreibung der Aufträge für die Neugestaltung des Bereichs zwischen Rathaus und Münster gehen könne.

In einem ersten Schritt wurde diese Woche der alte Verbindungsgang zwischen Sakristei und Münster für den Abriss vorbereitet. „Der Abriss ist notwendig, da wir sonst mit dem schweren Baugerät gar nicht in den Brunnenhof hineinkommen“, erklärt Annette Bonin. Wenn der Außenbereich neu gestaltet ist, soll dieser als von drei Seiten zugänglicher Aufenthaltsraum wesentlich lebendiger als aktuell daherkommen. Bevor man allerdings an die Gestaltung gehen könne, gelte es erst einmal, die aufgehäuften Erdmassen zu nivellieren, Grundleitungen zu legen usw. „Außerdem muss alles, was wir freilegen, auch nochmal von den Archäologen untersucht werden, so auch der Bereich unterhalb des noch abzureißenden Verbindungsganges. Hier erwarten wir, dass es noch einige Befunde gibt“, so Bonin.

Zeitlich versetzt zur Neugestaltung des Brunnenhofs, die Ende 2022 abgeschlossen sein soll, wird zudem in einer zweiten Baumaßnahme, die im Verantwortungsbereich der Pfarre liegt, anstelle des alten Verbindungsganges eine neue Sakristei entstehen. Im Zuge dieses Vorhabens soll auch die bestehende Schatzkammer erweitert werden. Die Fertigstellung ist hier für Anfang 2023 geplant.

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Übrigens: Der Münster-Bauverein bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wer noch alte Fotos und  Zeichnungen zu dem kleinen Brunnen im Brunnenhof von vor 1914 hat, kann sich beim Verein melden. Das Bildmaterial könnte bei der Bestimmung des historischen Wertes des Brunnens helfen. Kontakt unter https://muenster-­bauverein-mg.de/kontakt/.