: Auf Günter Netzers Spuren

Jonas Gruber, Darsteller der Figur „Günter Netzer“ in „Wir sind Borussia“ und Revue-Produzent Tobias Wessler trafen Elmar Kreuels, Leiter der FohlenWelt, dem interaktiven Vereinsmuseum im Borussia-Park. Insbesondere die Sonderausstellung „Günter Netzer – Aus der Tiefe des Raumes“ beeindruckte Gruber und Wessler zutiefst.

Elmar Kreuels setzt sich dafür ein, außergewöhnliche Ausstellungsstücke für die FohlenWelt zu gewinnen und hat daher eine persönliche Bindung zum Museum und dessen Aufbau: „Jeder der hier Vertretenen hat auf die eine oder andere Art zur Geschichte der Borussia beigetragen, wie sie heute hier zu sehen ist. Wir haben dementsprechend versucht, jedem gerecht zu werden und jeden einzelnen entsprechend zu würdigen. Ich freue mich darauf, dass mit ’Wir sind Borussia’ ein weiteres Stück Raute den Weg zurück in den Nordpark gefunden hat.“ Nach dem Besuch haben sich Gruber und Wessler Zeit genommen, um über Günter Netzer und die anstehende Premiere der Revue am 4. Oktober in der Red Box Mönchengladbach zu sprechen.

Jonas, wie hast du dich auf die Rolle „Günter Netzer“ vorbereitet?

Jonas Gruber: Ich bin gebürtiger Schweizer und wusste bis vor kurzem nicht, was für eine schillernde und vor allem wichtige Person er für die Borussia-Geschichte ist. Auf meine Rolle habe ich mich bisher hauptsächlich über Videomaterial von Günter Netzer vorbereitet.

Gibt es Übereinstimmungen zwischen deinem und Netzers Charakter?

Jonas Gruber: Auf mich wirkt er vordergründig eher unnahbar. Er legt Wert darauf, als seriös wahrgenommen zu werden und zeigt seine oftmals humorvolle Seite nicht. Daher würde ich nicht sagen, dass wir uns ähneln. Heute habe ich seine offene und lebenslustige Seite entdeckt und es ist eine spannende und aufregende neue Welt, in die ich eintauchen darf.

Tobias, wie kam es dazu, dass Jonas Gruber die Rolle des Günter Netzer spielt?

Tobias Wessler: Martin (Anmerkung: Regisseur Martin Maier Bode) und ich hatten für die Rollenbesetzung zunächst keinen konkreten Schauspieler vor Augen. Uns war jedoch klar, dass diese Rolle nach jemandem verlangt, der eine seriöse Ausstrahlung hat und sich ernsthaft mit dem Charakter Günter Netzer auseinandersetzt. Durch einen Zufall sind wir dann mit Jonas in Kontakt gekommen und haben ihn direkt in der Rolle gesehen.

Was habt ihr aus der Ausstellung an Eindrücken mitgenommen?

Jonas Gruber: Es war sehr emotional und detailliert. Durch die ganzen neuen Eindrücke verstehe ich Günter Netzer immer mehr und habe weitere Eigenheiten Netzers entdeckt, die ich vielleicht an der ein oder anderen Stelle im Spiel einbauen kann.

Tobias Wessler: Mich hat die Geschichte dieses Vereins schon bei der Recherche unseres Stücks tiefst beeindruckt. Toll, wie raffiniert und begeisternd es Elmar Kreuels und seinem Team gelungen ist, die Borussia-Geschichte auf unterschiedlichste Art und Weise spektakulär in eine Ausstellung zu bringen.

Jonas, nur noch wenige Tage bis zur Premiere von „Wir sind Borussia“. Bekommt man da langsam Lampenfieber?

Jonas Gruber: Das würde ich so nicht sagen. Ein Anflug von Vorfreude und Neugier gehört dazu, weil man meist nicht weiß, wie das Publikum reagieren wird.