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AWO unterstützt Mönchengladbacher Kita-Offensive und baut Kita in Hardt

In Hardt entsteht neue Einrichtung : AWO-Kita mit offenem Konzept

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) unterstützt als freie Trägerin die Kita-Offensive der Stadt Mönchengladbach und realisiert gemeinsam mit dem Architekturbüro bolzen + mehring aus Neuwerk eine neue Kita am Tomper Eck in Hardt.

Mitten im Hardter Gewerbegebiet entsteht sie seit dieser Woche – die neue AWO-Kita, die im Laufe des Kindergartenjahres 2021/2022 eröffnen soll. Ab August können Eltern ihre Kinder über den städtischen Kita-Navigator in der Einrichtung anmelden. Ausgelegt ist die Kita auf insgesamt 70 Kinder (zwischen vier Monaten und sechs Jahren), die hier in vier Gruppen nach dem offenen pädagogischen Konzept spielen, lernen und und ihre Umwelt entdecken sollen. Das bedeutet, dass die Einteilung der Gruppen keine feste ist. Vielmehr können sich die Kinder frei in den Funktionsräumen bewegen und entfalten, sei es nun im Bauraum, im Bewegungsraum oder im Atelier.

„Die Kinder dürfen das tun, woran sie gerade Spaß haben. Sie gestalten ihren Tag quasi selbst. Dadurch verändert sich auch die Rolle der Erzieherinnen und Erzieher komplett, denn die fungieren bei diesem Konzept weniger als Anleiter, sondern mehr als Begleiter“, erklärt AWO-Vorstand Uwe Bohlen. Die Mitarbeiter werden in der neuen Kita nach bedürfnisorientierten Arbeitszeitmodellen arbeiten, die es erlauben sollen, Job und Familie gut unter einen Hut zu bringen.

Im Außengelände der AWO-Kita wird als weitere Besonderheit ein Natur-Erlebnisgarten entstehen, den Bezirksvorsteherin Monika Halverscheid beim Baubeginn der Einrichtung in dieser Woche als besonders wertvoll hinsichtlich des Bildungsauftrags herausstellte: „Der geplante Natur-Erlebnisgarten gibt den Kindern, aber auch den Eltern, eine besondere Chance, das ,Lernen vor Ort’ zu erleben. Die Entscheidungsmöglichkeit, nach draußen zu gehen, Natur ganzheitlich zu erleben und das zu jeder Jahreszeit, hebt diesen Ort hervor.“

Dr. Gerd Brenner, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, freute sich derweil, dass der Stadtteil Hardt mit dem Neubau der Kita ausweislich des aktuellen Kindergartenbedarfsplans „bald eine Versorgungsquote von 104 Prozent erreicht“. Damit könne man in Hardt dann auch einige Kinder aus benachbarten Stadtteilen aufnehmen.

Bei der baulichen Realisierung der Kita am Tomper Eck arbeitet das Neuwerker Architekturbüro bolzen + mehring ausschließlich mit Mönchengladbacher Unternehmen zusammen. „Das ist unsere Philosophie“, so  Architekt Tom Bolzen, der eine top-qualitative Umsetzung versprach. Zudem zeigte er sich optimistisch, dass die Kita pünktlich zum Anfang des nächsten Jahres ihren Betrieb aufnehmen kann.

Mit der neuen Hardter Kita vollzieht die Stadt Mönchengladbach einen weiteren Schritt in ihrer großen, vom Rat 2017 beschlossenen Kita-Offensive. „Die Stadt arbeitet beständig weiter am Kita-Ausbau. Klar ist, dass der Betreuungsbedarf für kleine Kinder auch künftig wachsen wird. Mittlerweile gibt es 167 Kitas in Mönchengladbach. Allein in den vergangenen zweieinhalb Jahren sind 32 neue Einrichtungen in Betrieb gegangen. Innerhalb der nächsten zwölf Monate werden 15 weitere Kitas eröffnen. Über diese tolle Entwicklung sind wir sehr froh“, freute sich Sozialdezernentin Dörte Schall beim Spatenstich in Hardt.