: Der ganz große Gig

In der Mönchengladbacher Musikszene bahnt sich eine kleine Sensation an: Die Rockband Blind Age wird als erste Newcomer-Band in der Geschichte des Festivals am nächsten Wochenende bei Rock am Ring auf dem Nürburgring auftreten.

Plötzlich Berühmt? Ihr letztes Konzert war am 25. Mai im Jugendtreff Rock Café in Baesweiler-Setterich, ihr nächstes wird nächsten Wochenende beim Mega-Festival Rock am Ring sein. Die Mönchengladbacher Rockband Blind Age ist am kommenden Freitag um 12 Uhr der Opener auf der Lidl Rockstore Stage am Nürburgring. „Wir freuen uns wahnsinnig. Wir sind die erste unbekannte Band, die bei Rock am Ring auftreten darf“, sagt Schlagzeuger Mehmet Karakoc. Aber natürlich steigt auch der Aufregungspegel. Vom Kneipenauftritt bis zur Bühne auf Deutschlands größtem Festival, das seit 34 Jahren mehr als 80000 Zuschauer anlockt, das ist schon ein Schritt. „Ich bin mehr als beeindruckt“, sagt Frontmann und Sänger Toni Sabljak. Angemeldet hat die Band übrigens Bassist Sascha Preuß – heimlich, weil er mit einer Nominierung sowieso nicht gerechnet hatte... Aus der Flut von Bewerbungen aus ganz Deutschland hatte die Redaktion des Radionetzwerks bigFM dann 15 ausgesucht, für die die Hörer voten konnten. Am Ende war Blind Age bei den neun Siegern.

2003 hatten sich die vier Musiker zusammen getan, ihre Songs, überwiegend aus dem Alternative Rock, ausnahmslos selbst geschrieben. „Früher ging es uns immer ums Berühmtwerden“, sagt Drummer Mehmet Karakoc. Doch dann gab’s einen Break, berufliche Verpflichtungen ließen die vier – heute Anfang bis Ende Dreißig – auseinander driften. „Einzeln sind wir aber an der Musik dran geblieben“, sagt Toni Sabljak. Nach acht Jahren Pause war klar: Zusammen ist einfach die beste Konstellation. 2016 gab es einen Neuanfang, 2018 das neue Album World in Chains mit überwiegend neuen Stücken. Mit dem bezeichnenden Titel „Rise from the Ashes“ (Aufstieg aus der Asche) startet die Band jetzt ihren ganz großen Gig - und eine neue Ära bei Rock am Ring. Das Album ist übrigens eine komplette Gladbacher Produktion, entstanden in Zusammenarbeit mit Kultube Records und Alpha Bridge und wunderbar gestaltet von der Gladbacher Künstlerin Sarah Link.

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