: Die neue Markthalle wird gebaut

Es ist „eine kleine Investition für Mönchengladbach, aber ein großer Impuls für die Entwicklung der Oberstadt“, da sind sich die Stadt Mönchengladbach, Architekt Fritz Otten und die Investoren der Markthalle, die im kommenden Jahr auf dem Kapuzinerplatz entstehen soll, sicher. Mit dem Unterschreiben der lange Zeit für Verzögerungen sorgenden Erbpacht-Verträge ist nun grünes Licht gegeben. Anfang 2020 soll es losgehen.

Der Geschäftsführer der EWMG, Dr. Ulrich Schückhaus, und Baudezernent Dr. Gregor Bonin freuen sich gemeinsam mit der Kapuziner Betriebsgesellschaft GmbH Co. KG über die Unterzeichnung des Teilerbbaurechtsvertrags zum Bau der Markhalle auf dem Kapuzinerplatz.

„Die juristische Herausforderung lag in der Aufteilung der Teilerbbaurechte für den Tiefgaragenbetreiber einerseits und den Investor der Markthalle andererseits“, so Dr. Ulrich Schückhaus.

Auf die Idee von Otten Architekten für eine Markthalle auf dem Kapuzinerplatz, stieg Projektentwickler Holger Brinkmann-Sahm, PEP Factory GmbH, im Oktober 2015 in den Wettbewerb ein. Es galt ein Investitionsvolumen von ca. 3,5 Millionen zu realisieren. In seiner Philosophie und Umsetzung, ist es ihm wichtig, Investoren, Betreiber und Entwicklung aus einem „Guss“ zusammenzubringen. Ein wichtiges Signal, so Brinkmann-Sahm, sei es, den Menschen zu zeigen, dass hier nicht nur jemand sinnvoll Geld anlegt, sondern klar Flagge zeigt, auch im späteren täglichen Geschäft dafür Sorge zu tragen, dass es wirtschaftlich stabil bleibt und operativ funktioniert.

Mit dieser Begeisterung gelang es , die nötigen Investoren davon zu überzeugen. Allen voran Jürgen Schiffer von Schiffer Dobberstein. 16 bis 18 lokale Anbieter, keine großen Marken, Gutes aus der Region, kleinere Manufakturen, der fliegende Gewürzhändler, der Schinken, der von der Decke hängt, eine Kaffeerösterei – und das sind nur die ersten Ansätze.

Mit der Markthalle wird auch ein Aufzugsschacht errichtet, der eine barrierefreie Verbindung zwischen Tiefgarage und Markhalle sicherstellt. Kleingastronomie lädt zum Verweilen ein. Eine multifunktionale Fassade auf der Seite Kapuzinerplatz in Richtung Haus Zoar ermöglicht eine Bühne für Kleinkunst, Kabarett oder Talkrunden.

„Wir sehen uns nicht im Wettbewerb zu der umliegenden Gastronomie“, betont Brinkmann-Sahm. „Im Gegenteil, das ist die einmalige Chance, in der Mitte der Altstadt ein Angebot für eine wichtige Zielgruppe zu schaffen. Wir werden uns jahreszeiten- und themenspezifisch ausrichten.“

Auch der Wochenmarkt soll zweimal in der Woche zu neuem Leben finden. Für das Brauchtum stehen nach wie vor genug Flächen zur Verfügung, so können Karnevalisten, Schützen, aber auch der Christkindlmarkt sowie Hochzeitgäste der Evangelischen Kirche mit oder ohne die Markthalle feiern. „Unsere Türen stehen jedem offen“, so Jürgen Schiffer, selbst begeisterter Karnevalist.