: Die SPD beschreitet neue Wege

Das Wahlprogramm der SPD Mönchengladbach soll dieses Mal nicht nur aus Themenvorschlägen aus dem Unterbezirk entwickelt werden. Die SPD bezieht Externe und die Öffentlichkeit mit ein. Der OB-Kandidat wird im Oktober festgelegt.

. Soviel ist sicher: Der Oberbürgermeisterkandidat der SPD steht noch nicht fest. Dass Fraktionsvorsitzender Felix Heinrichs wahrscheinlich zu den Kandidaten gehören wird, ist ein offenes Geheimnis. Es gäbe aber Signale, dass mehrere Leute Interesse hätten, verriet Gülistan Yüksel, MdB und SPD-Vorsitzende, am Dienstag. In vier Formatveranstaltungen in den vier Stadtbezirken, die ähnlich einem Casting ablaufen, sollen sich die Kandidaten im September vorstellen. „Wichtig ist, dass der oder diejenige das Herz am richtigen Fleck hat. Wir fragen nicht, ob jemand Abi hat“, so Yüksel.

Mit Geschäftsführer Hans Smolenaers hatte sie ins Parteibüro eingeladen, um den Fahrplan bis zur Benennung aller Kandidaten für die OB- und die Kommunalwahl 2020 bekanntzugeben. Los ging es am letzten Wochenende, als sich die SPD samstags mit rund 50 Mitgliedern und Externen zur KommunalwerkStadt im Haus Erholung traf. „Wir hatten Externe eingeladen, die uns zum Teil politisch nicht unbedingt nahe stehen“, so Hans Smolenaers. Dazu gehörten Frank Kindervatter (NEW), Thomas M. Claßen (ADFC), Lara Valsamidis (Kulturküche), Anna-Lisa Katthagen-Tippkötter (Kunstverein MM III), Mark Nierwetberg (Verein nextMG), Olaf Caplan (Betriebsrat ehem. Schorch), Philip Hülsen (Fanprojekt Borussia), Matthias Bongartz (Kindertagesstätte Mummpitz), Dr. Dieter Langen (Langen Immobilien), der Düsseldorfer Stadtplaner und Jusovorsitzende Fabian Pramel, zwei Jugendliche von Fridays for Future und Harald Görner (BUND). Sie diskutierten Fragen wie „Was macht Mönchengladbach lebenswert?“ und „Wie solidarisch ist Mönchengladbach?“. Daraus haben sich Arbeitskreise zu den Themen Mobilität, lebendige Stadt, Arbeit und Digitalisierung, Kinder und Jugend, Wohnen und Städtebau und Klimaschutz gebildet. „Wir möchten wissen, was die Bürger bewegt“, so Yüksel. Die Ergebnisse werden weiter diskutiert.

Im ersten Quartal 2020 soll ein Wahlprogramm entstehen, das mit der Öffentlichkeit diskutiert wird, bevor es im zweiten Quartal endgültig verabschiedet wird.