: Ein großer Spielplatz fürdie MonRo-Waschbären

: Ein großer Spielplatz fürdie MonRo-Waschbären

Von der MonRo-Ranch gibt es immer wieder mal etwas Neues zu berichten. Diesmal wurde mit viel Aufwand ein schönes Gehege für die Waschbären errichtet. Miko, Nikita, Headly und Backy haben nun einen echten Spielplatz zum Herumtollen.

Mit Begeisterung sieht Petra Jansen täglich, wie wohl sich die vier Waschbären, die sie liebevoll „unsere Rabauken“ nennt, in ihrem neuen Gehege fühlen. „Als unsere Schützlinge noch ganz klein waren, da reichte die Stallung von 15 Quadratmeter aus, aber jetzt ging das einfach nicht mehr“, erzählt die ehrenamtliche Helferin. „Die Tiere sind jetzt ein Jahr alt, da brauchen sie natürlich mehr Platz und Auslauf. Nun haben sie 65 Quadratmeter, auf denen sie sich richtig austoben können.“

Petra Jansen weiß allerdings auch Katastrophales vom ersten Tag der Waschbären im neuen Gehege zu berichten, wo es nicht nur bei einer „Erkundungstour“ blieb. „Sie haben die Dichtungen des Bachlaufs rausgeholt und den Schlauch der Teichpumpe zerbissen. Sie haben uns sofort die Schwachstellen unserer Arbeit aufgezeigt – und das innerhalb von nur einer Stunde!“ Was dann folgte war erstmal „Stubenarrest“, denn alle Schäden mussten natürlich repariert werden.

Nun, wo sich die Waschbären eingelebt haben, ist ihr Gehege längst zur Attraktion besonders für die kleinen Besucher der MonRo Ranch geworden. Petra Jansen: „Verlassen dürfen sie uns nicht mehr. Die absolute Freiheit können wir ihnen leider nicht schenken, denn eine Auswilderung verbietet uns ein Gesetz.“ Fraglich ist auch, ob sie sich in freier Natur zurecht finden würden, denn bei Miko Co. handelt es sich um vier verwaiste Waschbär-Kinder, die ihr Futter stets aus Menschenhand empfangen haben.

Es tut sich ständig etwas auf der MonRo-Ranch. So kann Anja Langlitz die Trennung von Tierrefugium und MonRo-Ranch bekannt geben: „Unterschiedliche Ansichten im Hinblick auf die zukünftige Schwerpunktbildung in der Vereinsarbeit machten diesen Schritt, der von beiden Seiten ausdrücklich begrüßt wurde, notwendig. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass sich die direkte Hilfe für akut gefährdete Wildtiere, die das Tierrefugium leistet, gut mit der Langzeitversorgung ausgesetzter und verstoßener Nutztiere vertragen, im besten Fall gar ergänzen wird.“

Seit dem 1. Juni ist die MonRo-Ranch also wieder ein selbstständiger „e.V.“. Den 1. Vorsitz hat Michael Geneschen, ausgebildeter Tierheilpraktiker, übernommen, 2. Vorsitzende ist Petra Jansen und Anja Langlitz ist Kassenwartin. Das Tierrefugium Wegberg wird am 28. Juni seinen eigenen Vorstand wählen.

Mit zehn weiteren neuen Ehrenamtlern befindet sich der Verein MonRo-Ranch zurzeit im Status „Neustart“ – und hofft weiterhin auf tatkräftige Hilfe.