: „Ein Rückschritt inSachen Radverkehr“

: „Ein Rückschritt inSachen Radverkehr“

Die mags hat den Radweg zwischen Winkeln und der Hardter Landstraße erneuert. Das sorgt für Unmut beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Mönchengladbach.

Baumwurzeln hatten die Asphaltdecke des Radweges stark beschädigt; Grund für die mags, jetzt auf eine wassergebundene Wegedecke zu setzen. „Die neue Beschaffenheit bietet sich gerade bei vielen Straßenbäumen an und verhindert ein erneutes Aufbrechen durch Baumwurzeln, so wie es bei einer neuen Asphaltdecke innerhalb kürzester Zeit der Fall wäre“, erklärt mags-Pressereferentin Yvonne Tillmanns.

Diese Aussage sorgt beim ADFC für Kopfschütteln. „Die Bäume werden weiterhin ihre Wurzeln entwickeln und auch bei der neuen Grundierung durchbrechen. Die Maßnahme ist völlig zweifelhaft und behindert den Radverkehr, anstatt ihn zu fördern“, kritisiert Thomas Maria Claßen, Mitglied im Vorstand.

Für den ADFC haben wasserverdichtete Decken viele Nachteile für den Radverkehr: Bei Regen würden Rad, Schuhe und Bekleidung von Radfahrern stark verschmutzen, was dazu führen könne, dass die Strecke insbesondere von Radpendlern gemieden werde. Bei warmen und trockenen Perioden entstehe so viel Staub und Abrieb, dass der Boden tiefsandig und nicht mehr sicher zu befahren sei.

„Dies ist ein Rückschritt und widerspricht dem Willen der politischen Führung unserer Stadt, den Radverkehr zu fördern und weiterzuentwickeln“, ist Claßen überzeugt. Zumal der ADFC in Gesprächen mit der mags die Problematik ausführlich erläutert und darum gebeten habe, zu eruieren, ob eine bessere Alternative denkbar sei.