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: „Eine Tonne im Jahr sparen geht immer“

: „Eine Tonne im Jahr sparen geht immer“

Alle Welt redet vom CO2-Sparen, doch was heißt das eigentlich für uns? Müssen wir alle in Zukunft auf Fleisch verzichten, nie mehr in Urlaub fliegen, Veganer werden? Detlef Poullie, Dozent für Versorgungstechnik und Kult-Installateur der ZDF-Verbraucher-Sendung WISO, sagt: eine Tonne CO2 im Jahr einsparen geht immer – ohne große Opfer.

. In Sachen CO2-Sparen ist eins klar: Wir müssen was tun. Für die Politik heißt das, sie geht an unseren Geldbeutel, erhöht Kfz-Steuer und Abgaben etwa beim Ankauf von Heizöl. „Für eine Tankfüllung Heizöl muss man schon nächstes Jahr etwa 100 Euro mehr bezahlen“, sagt Detlef Poullie, Mönchengladbacher Dozent für Versorgungstechnik und bei RTL, WDR und ZDF schon so etwas, wie der Guru der Installateure. Und das sei erst der Anfang. Gut ist es deshalb, wenn man das Geld irgendwo wieder reinholen kann. Für die Extra-Tipp-Leser hat er ein paar Tipps zusammen gestellt, wie man gleichzeitig CO2 und Geld sparen kann. „Eine Tonne pro Haushalt im Jahr geht immer“, sagt er.

Zu den Tipps, für die wenig investiert werden muss, gehört ein Durchflussbegrenzer (ca. 8 Euro) für den elektrischen Durchlauferhitzer. Damit kann eine Person beim Warmwasserverbrauch rund 210 Kilo CO2 im Jahr sparen, das sind rund 90 Euro. Ebenfalls beim Duschen kann man noch mehr einsparen: Mit einem Sparduschkopf reduziert sich die Menge an Wasser, Abwasser und Brennstoff und damit auch CO2. Der Duschkopf kostet 25 bis 35 Euro, spart in drei Minuten 1501 Gramm CO2 pro Person und rund 100 Euro im Jahr.

  • Bei vielen Heizsystemen geht noch was: Detlef Poullie rät dazu, bei der Heizung mal ein „EKG“ zu machen, um Schwachstellen zu finden, bevor das Heizen durch Homeoffice und die CO2-Steuer teurer wird.
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Etwa 60 Euro im Jahr kann sparen, wer seinen einfachen Heizungsknopf durch einen programmierbares Heizkörper-Thermostat ersetzt. Das gibt es schon für 11 bis 15 Euro. Jährliche Ersparnis an CO2: 130 Kilo.

Ebenfalls beim Thema Heizung kann sparen, wer seine Heizungsrohre isoliert. Das kostet für zehn Meter Leitung 50 bis 100 Euro und bringt eine jährliche Durchschnitts-Ersparnis von 212 Euro und 530 Kilo weniger CO2 bei Erdgas, oder 795 Kilo CO2 weniger bei Heizöl. Und noch ein Tipp zur Schonung des Portemonnaies: Wer seine Raumtemperatur nur um ein Grad senkt, spart sechs Prozent Energie. Das sind bei 2000 Kubikmetern Erdgas 240 Kilo CO2 weniger und bei 2000 Litern Heizöl minus 360 Kilo CO2. Und ein weiterer Tipp, der gar nichts kostet: Heizkörper entlüften. Das bringt Hausbesitzern bis zu 70 Euro und 175 Kilo CO2 an Ersparnis. „Dafür muss man die Heizung aus machen, sonst kommt mehr Luft rein als raus“, so Poullie.

Die Pro-Kopf-Emissionen an CO2 in Deutschland liegen übrigens bei 9,7 Tonnen. Mit einer Entscheidung für Ökostrom, auch das hat Detlef Poullie nachgerechnet, vermeidet ein Zwei-Personen-Haushalt im Schnitt 1,6 Tonnen CO2.