1. Städte
  2. Mönchengladbach
  3. Meine Heimat

Einkaufen zu Weihnachten in Mönchengladbach

Mönchengladbach. : Im Handel weihnachtet es sehr

Weihnachtseinkäufe tätigen - auch das wird in diesem Corona-Jahr anders sein als sonst. Dennoch geben sich Handel, Stadt, Verkehrsbetriebe, Wirtschaftsförderung, Marketinggesellschaft und Polizei optimistisch, für die Kundinnen und Kunden ein „Rundum-Wohlfühl-Paket“ geschnürt zu haben, wie Jan Kaiser, Geschäftsführer des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen - Rheinland, betont.

In puncto Sicherheit geht die Mönchengladbacher Polizei nicht von vermehrten Taschen- und Ladendiebstählen aus, „aber natürlich haben wir keine Erfahrungen mit einer Vorweihnachtszeit unter Coronabedingungen“, räumt Cornelia Weber von der Pressestelle der Mönchengladbacher Polizei ein. Die Polizei will beobachten, wie sich die Lage in den Innenstädten entwickelt und entsprechend darauf reagieren, etwa mit vermehrter Präsenz von Fußstreifen oder der mobilen Wache.

Auch für den Kommunalen Ordnungsdienst der Stadt (KOS) kündigt Selim Uluyol eine verstärkte Präsenz in den Innenstädten von Rheydt und Mönchengladbach an, „unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dabei insbesondere die Einhaltung der Coronaschutzverordnung kontrollieren.“ Unterstützung leisten - falls erforderlich - Mitarbeiter aus dem Innendienst und der Verkehrsüberwachung.

Die Polizei warnt noch einmal davor, gekaufte Geschenke im Auto zu deponieren (Pkw-Aufbrüche), sondern stattdessen die kostenlosen Gepäckaufbewahrungsbusse zu nutzen, die an den Samstagen jeweils von 12 bis 18 Uhr in Rheydt auf der Marktstraße 33 und in Mönchengladbach auf der Hindenburgstraße vor dem Sonnenhausplatz stehen.

Wer mit dem Auto in die Innenstadt will, der dürfte größtenteils freie Fahrt haben, „nur die Theodor-Heuss-Straße ist noch bis März 2021 Großbaustelle“, so Marcel Blazetic vom Fachbereich Straßenbau/Verkehr. Für ÖPNV-Nutzer bietet die NEW neben einem 24-Stunden-Ticket einen verdichteten Fahrplan zur Weihnachtszeit und Schnellbuslinien an.

Wie eine Befragung des Handelsverbandes ergeben hat, könnte das Weihnachtsfest bei dem ein oder anderen durchaus üppig ausfallen: Immerhin 24 Prozent der Kunden wollen in diesem Jahr mehr Geld für Geschenke investieren, 60 Prozent planen unveränderte Ausgaben. Die liegen an Weihnachten durchschnittlich bei 500 Euro pro Person.  Beliebt wie eh und je sind Gutscheine, etwa für Kosmetik, Bücher oder Veranstaltungen; über die Hälfte der Kunden wollen ihre Lieben zum Fest damit überraschen. „Der Handel  verzeichnet an Weihnachten Umsätze von 377 Millionen Euro, das ist ein Plus von 1,2 Prozent“, so Kaiser. Wachstumstreiber dabei sei der Onlinehandel, der in 2020 eine Steigerung von zwölf Prozent verzeichnen könne.

Einigkeit bei den beiden Vorsitzenden von Rheydter und Gladbacher Citymanagement: „ver.di hat der Branche einen Bärendienst erwiesen, gegen die vier möglichen verkaufsoffenen Sonntage gerichtlich vorzugehen“, sagen Dr. Christoph Hartleb (Rheydt) und Stefan Wimmers (Mönchengladbach) unisono. Die Einzelhändler würden gerne mehr machen, „aber die Gesetzeslage lässt das nicht zu“. Immerhin zaubern in Rheydt Weihnachtsbäume und -beleuchtung so etwas wie festliche Stimmung herbei, während es auf der Hindenburgstraße „dunkel“ bleibt. „Da es in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt und auch keine Buden gibt, haben wir hier schlicht und einfach nicht die technischen Möglichkeiten, Strom für unsere Weihnachtsbeleuchtung zu bekommen“, erklärt Stefan Wimmers. Dafür lassen die Einzelhändler Wallstraße und Friedrichstraße in festlichem Glanz erstrahlen. „Und auch im Minto gibt es innen wie außen eine neue Weihnachtsdeko“, kündigt Centermanagerin Laura Schwarz an. Mit Weihnachtswunschbaum, Walking Acts an den Wochenenden und einem Briefkasten für den Weihnachtsmann „möchten wir unseren Kunden trotzdem ein Adventsgefühl ermöglichen“.