: Garten mitten in der City

Die Aufenthaltsqualität am Johann-Peter-Boelling-Platz wird weiter verbessert. Nachdem bereits Hans Hollein, Architekt des Museums Abteiberg, und Künstler-Legende Joseph Beuys als riesiges Graffitibild fast ehrfürchtig auf den Platz blicken, wurde direkt davor auf einer städtischen Brachfläche ein Garten angelegt.

Eine schriftliche Umfrage im Quartier hatte ergeben, dass sich die Bewohner eine insektenfreundliche und bunte Umgestaltung mit Aufenthaltsqualität wünschen. Mit Pfaden, Beeten und Sitzmöglichkeiten soll hier im innerstädtischen Bereich ein Kleinod entstehen, das vor allen Dingen im nächsten Frühjahr und Sommer bei steigenden Temperaturen neu entdeckt werden kann. In den nächsten Wochen soll der Garten schrittweise mit Unterstützung freiwilliger Helfer weiter bepflanzt und für das Frühjahr vorbereitet werden.

Das Quartiersmanagement hat die Aktion unterstützt und über den Fonds „Aktive Mitwirkung“ des Förderprogramms Soziale Stadt Gladbach Westend finanzielle Mittel bereitgestellt. Der Antrag erfolgte durch die Initiative Abteiberg, ein Zusammenschluss von Anwohnern, die am und rund um den Abteiberg leben, arbeiten und wohnen. Koordiniert wurde die Aktion von Stadtteilkoordinator Marius Müller. „Das Förderprogramm Soziale Stadt und insbesondere der Fonds Aktive Mitwirkung bieten viel Potenzial, um den Innenstadtbereich zu beleben. Solche Aktionen haben Vorbildcharakter. Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, so Müller.

Um diesen Bereich weiter aufzuwerten, wurde im nächsten Schritt ein „Street Art Workshop“ in Kooperation mit Step/Jukomm, dem jungen Museumsverein MG Artfriends sowie das städtische Projekt der Jugendpartizipation Youth Beyond geplant. Der vom namhaften Gladbacher Streetart-Künstler Philipp Kömen geleitete Workshop hat bereits die Ideenfindungsphase durchlaufen.

Unter freiem Himmel wurde mit Jugendlichen des Jugendzentrums ein Brain-
storming durchgeführt, um ein Schwerpunktthema für die Umgestaltung der ungepflegten Grundstückswände entlang der Abteistraße zu finden. Eine riesige Galaxie wurde inzwischen auf die Mauern aufgebracht. Das Universum soll nicht nur Sterne und Planeten beinhalten, sondern auch Bilder und Symboliken, die zum Nachdenken oder Schmunzeln anregen sollen. Die Bilder wurden nicht nur von den Jugendlichen des Jukomm/Step erdacht, sondern auch – mit Unterstützung durch Youth Beyond – durch Umfragen unter Jugendlichen in den sozialen Netzwerken abgefragt. Sofern es coronabedingt möglich ist, sollen diese Bilder kurzfristig aufgemalt werden.

Wer ebenfalls Ideen zur Belebung des Stadtteils hat, kann beim Quartiersmanagement Gladbach Westend auf der Internetseite unter www.qm.mg über den Fonds aktive Mitwirkung einen Antrag auf Fördermittel stellen. Gefördert werden Aktionen, die die Bewohner einbinden, miteinander vernetzen und dazu beitragen, sich für den Stadtteil zu engagieren.

Das Quartiersmanagement steht für weitere Fragen zur Verfügung.