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Hannes Jaenicke erhält Umweltschutzpreis „Goldene Blume von Rheydt“.

Goldene Blume von Rheydt geht an den Schauspieler : Hannes Jaenicke geehrt

Der Schauspieler, Autor, Dokumentarfilmer und Umweltschützer Hannes Jaenicke ist jetzt im Rahmen eines Festaktes im Theater Mönchengladbach mit dem ältesten deutschen Umweltschutzpreis, der Goldenen Blume von Rheydt, ausgezeichnet worden.

Die Goldene Blume, eine stilisierte Dahlie aus Gold, wurde bislang seit 1967 insgesamt 28 Mal verliehen, unter anderem an Prinz Bernhard der Niederlande (1971), Heinz Sielmann (1977), Hannelore „Loki“ Schmidt (1987), den Wissenschaftsastronauten Reinhold Ewald (2003), Gräfin Sonja Bernadotte af Wisborg (1999) und zuletzt 2019 an den Chemiker Professor Dr. Michael Braungart.

Hannes Jaenicke wurde der Preis für seinen engagierten Kampf und seinen unermüdlichen Einsatz für die Umwelt und den Tierschutz verliehen. Für dieses vehemente Engagement, bei dem er sich nicht scheut, sich auch Kritik auszusetzen, hat ihn das Kuratorium für die Verleihung der Goldenen Blume von Rheydt e.V. unter Vorsitz von Dr. Karl Hans Arnold als Preisträger ausgewählt. „Die Goldene Blume von Rheydt setzt sich seit Jahrzehnten für nachhaltigen Umweltschutz ein und ist damit Vorreiterin und Visionärin“, betonte Dr. Karl Hans Arnold in seiner Laudatio auf den diesjährigen Preisträger. „Hannes Jaenicke wurde geprägt von den ersten Anti-Atomkraft-Bewegungen und der katastrophalen Verschmutzung des Rheins durch einen deutschen Chemiekonzern. Seitdem ist er in Sachen Umweltschutz aktiv“, so Arnold weiter. „Mit der ihm eigenen Eindringlichkeit treibt Hannes Jaenicke die Menschen immer wieder an, nachzudenken und auch kleine Dinge in ihrem Leben umzustellen.“ 

  • Die Goldene Blume von Rheydt erhält
    Auszeichnung wird am 11. September verliehen : Goldene Blume für Jaenicke
  • OB Hans Wilhelm Reiners hat das vom Rat verliehene Goldene Schöffensiegel an 32 langjährige Mitglieder von kommunalpolitischen Gremien überreicht.
    : Schöffensiegel verliehen
  • Dr. Albert Pauly (Vorsitzender Heimatverein), Autor
    Ausstellung in der Villa Marx : „Goldene Jahre“ mit viel Prominenz

Oberbürgermeister Felix Heinrichs hob in seiner Ansprache den Grundgedanken der Goldenen Blume hervor: „Jeder Mensch kann durch sein Handeln, seine Entscheidungen, durch bewussten Konsum oder Verzicht, durch Achtung, Aufmerksamkeit und Verantwortung den eigenen Lebensraum und seine Zukunft gestalten. Um das zu erreichen, braucht es Mut und Zuversicht. Und genau diesen Mut, diese Zuversicht können wir heutzutage gut brauchen.“ Der menschengemachte Klimawandel sei unleugbare Realität geworden, betonte der OB. Niemand könne sich diesem eruptiven Wandel entziehen.

Bereits seit seiner Jugend engagiert sich Hannes Jaenicke für den Umweltschutz und den Erhalt bedrohter Tierarten. So trat er mit 14 Jahren Greenpeace bei. Bis heute ist es ihm ein großes Anliegen, auf Missstände aufmerksam zu machen und aufzuklären. Dies tut er unter anderem in preisgekrönten Dokumentationen. Den Anfang machte dabei ein Pilotfilm über Regenwaldvernichtung und vom Aussterben bedrohte Orang-Utans 2008. Seitdem sind viele weitere Filme aus anderen Regionen und über andere Tierarten hinzugekommen. Ein neuer Film über das Aussterben der Wölfe soll noch 2021 laufen.  Neben seiner Arbeit als Schauspieler und seinem Engagement als Dokumentarfilmer hat Hannes Jaenicke auch mehrere Bücher zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten im Bereich Umweltschutz veröffentlicht.

„Was wir jetzt tun und wie wir handeln, hat eine ungeheure Macht auf die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder. Wenn wir so weitermachen wie bisher, ist dieser Planet schon bald nicht mehr bewohnbar“, mahnte der Preisträger eindringlich in seiner Ansprache.