: Horst Lichter – ein Mann zum Zuhören

: Horst Lichter – ein Mann zum Zuhören

Am Sonntag gab es am Rande der Classic Days Schloss Dyck für fünf Extra-Tipp-Leser ein Meet Greet mit Horst Lichter. Fast eine Stunde lang plauderte der TV-Koch, Moderator und Entertainer aus dem Nähkästchen: über seine Sendung „Bares für Rares“, das Leben als Promi und übers Kochen.

Horst Lichter und die Classic Days, das ist eine echte Liebesbeziehung. „Ach ist das schön, ich könnte hier glatt einziehen“, begeistert sich der bekennende Oldtimer-Fan beim Gang über das Festivalgelände. Der Moderator ist bester Laune am Sonntag. In typisch kölscher Manier wird jeder gedutzt. Bei Kaffee und Wasser erzählt der Horst dann von den Dreharbeiten für „Bares für Rares“.

Vier Millionen Menschen täglich sehen die Sendung, pro Tag gehen etwa 500 Bewerbungen dafür ein. Wer es bis vor die Kamera schafft, der muss ein kompliziertes Auswahlverfahren überstehen. Besitzt der Kandidat eine wertvolle Rarität oder nur alten Krimskrams, gibt es zu dem Stück eine spannende Geschichte, gelingt es den Experten, relevante Informationen herauszufinden und – ganz wichtig – will der Besitzer am Ende überhaupt noch verkaufen? Alles Fragen, die im Vorfeld geklärt werden müssen.

Lichter selbst verbürgt sich dafür, dass in seiner Sendung alles mit rechten Dingen zugeht. „Es gibt keine Absprachen zwischen Händlern und Experten“, erklärt er vehement. Beide „Lager“ seien während der Dreharbeiten in getrennten Räumen untergebracht, ein Kontakt streng verboten. Selbst die Mittagspausen würden zeitversetzt abgehalten.

Was ihn so an der Sendung fasziniere, möchte ein Leser wissen. „Ich liebe altes Zeug, und ich liebe es, neue Menschen kennenzulernen“, erzählt Horst Lichter. Jedes Stück erzähle eine Geschichte, „und wenn dann noch die Experten Spannendes zu berichten haben, dann wird es richtig interessant“.

Horst Lichter ist einer der prominentesten Deutschen überhaupt, das macht das Leben sicherlich nicht immer leicht? „Wenn du damit nicht klar kommst, dann bleib mit deinem Kopp aus dem Fernsehen“, das sei seine Grundeinstellung. Aber ja, der Promi-Status habe auch Nachteile. Stichwort „gemachte Schlagzeilen“, um einen Artikel für die Gazetten interessant zu machen. Kürzlich sei er mit seiner Frau auf der Kö in Düsseldorf bummeln gewesen und dabei hätten sie dann auch eine Luxus-Boutique aufgesucht. „Am nächsten Tag konnte ich in einer Zeitschrift lesen ’Horst Lichter - verprasst er jetzt sein ganzes Geld?’“, erzählt der Moderator nicht ohne Ironie in der Stimme.

Kehrt Lichter denn auch irgendwann mal zurück an den Herd? „Im Moment nicht, meine Frau hat das übernommen, und sie macht das gut.“ Wenn allerdings jemand mit einem interessanten Konzept für eine neue Sendung komme, „dann beschäftige ich mich damit“. Warten wir es ab! Horst Lichter – ein netter Typ, dem man stundenlang zuhören könnte.

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