: Hunde können jetzt sicher toben

Auf den Hundewiesen in Mönchengladbach heißt es „Leinen los“. Die Freilaufflächen sind jetzt sicher eingezäunt und laden Mensch und Hund zum ausgiebigen Verweilen ein. Corgi James und Schäferhund-Mix Javi haben die Wiese an der Gladbacher Straße vorab unter ihre Pfoten genommen.

Die beiden Rüden können es kaum erwarten, dass ihnen das Tor zur Freilauffläche geöffnet wird. Durch eine Schleuse gelangen der kleine James und sein großer Freund Javi auf die Wiese. Dort angekommen, ist erst einmal Rennen und Toben angesagt. Die zwei Hunde haben an diesem Morgen die knapp 5900 Quadratmeter große Freilauffläche ganz für sich allein. Lediglich Spaziergänger beobachten das ausgelassene Spiel der beiden von der anderen Seite des Zauns.

Simon Webers, Meister bei der mags-Grünunterhaltung und verantwortlich für das Projekt „Hundewiesen-Einzäunung“, freut sich darüber, dass die Freilauffläche Hunden nun sicheres Toben, Rennen, Spielen und Trainieren ermöglicht: „Nun haben auch jagdlich ambitionierte Hunde die Möglichkeit, ihren Bewegungsdrang auszuleben.“ Gleiches gilt auch für Hundebesitzer, die ein sicher eingezäuntes Gelände suchen, um dort ihre Vierbeiner mit anderen gefahrenlos spielen zu lassen.

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Bei der Einzäunung der Wiesen berücksichtigte mags auch die Wünsche von Anwohnern: So wurden bestehende Trampelpfade, die als Spazierwege genutzt werden, erhalten und die Wiesen entsprechend angepasst. „An der Dahlener Straße kamen die Anwohner mit der Bitte auf uns zu, eine Kastanie, die ursprünglich innerhalb der Hundewiese lag, nicht einzuzäunen, sodass Kinder weiter im Schatten der Kastanie spielen können“, sagt Simon Webers. Hundebesitzer, die nun Sorge haben, keinen Schatten auf den Wiesen vorzufinden, kann der Meister der Grünunterhaltung beruhigen: „Die Freilaufflächen weisen in der Mehrzahl Baumbestand auf, der an sonnigen Tagen Hund und Halter Schatten spendet.“ Die Hundewiesen sind von eineinhalb Meter hohen Wildzäunen umgeben. Die Zaunmaschen verjüngen sich von oben nach unten, so können auch kleinere Hunde nicht ausbüxen. Abgewinkelte Schleusentüren machen es selbst den Ausbrecherkünstlern unter den Hunden unmöglich, diese zu öffnen: Jede Schleuse besitzt zwei Türen. Die vordere ist gegen die Laufrichtung zu öffnen, die hintere, die unmittelbar zur Wiese führt, nach innen.

mags plant in einem nächsten Schritt, die Wiesen mit Bänken auszustatten. Wo genau, will Simon Webers in Gesprächen mit den Hundebesitzern vor Ort klären. Außerdem sollen die Hundewiesen, wo dies noch nicht der Fall ist, Mülleimer und Kotbeutelspender erhalten.

16 Hundewiesen gibt es insgesamt in Mönchengladbach. Die meisten von ihnen, nämlich elf, bieten Vierbeinern auf einer Grasfläche zwischen 2000 und 6000 Quadratmetern ausreichend Platz zum Toben und Spielen. Zwei sind mit 1200 bis 1700 Quadratmetern etwas kleiner, zwei mit ihren 12000 bis 17000 Quadratmetern größer als ein Fußballfeld.

14 Wiesen besitzen Schleusen. Die Freilauffläche am Beller Park, die mags Ende 2018 als Testfläche eingezäunt hatte, besitzt diese Schleusen nicht. Trotzdem bieten abschließbare, robuste Tore Schutz vor einem Ausbruch. Lediglich die Hundewiese an der Hansastraße ist nicht von allen Seiten eingezäunt. „Das ist an diesem Standort leider nicht anders möglich. Um die Sträucher und den Boden auch dieser mit 1740 Quadratmetern ohnehin zweitkleinsten unserer Hundewiesen zu pflegen, benötigen wir eine freie Spur von drei Metern rund um die Wiesenzäune. Würden wir diese Wiese komplett einzäunen, würde sie zu klein“, bedauert Simon Webers und hofft auf Verständnis der Hundebesitzer.